Wirtschaftswurm-Blog

Die Rückkehr der Erben

Gerald Braunberger macht sich im Fazit-Blog lesenswerte Gedanken zur wachsenden Ungleichverteilung von Vermögen und Einkommen. Mit dabei: Das Buch von Thomas Piketty „Le capital au xxie siècle“.

3 Kommentare

  1. PotzBlitzDonner sagt

    Vielleicht wäre ja ein interessanter Ansatz in Deutschland für bessere Verteilung von Vermögen zu sorgen, wenn man jungen Familien die Alternative lässt anstelle von Kindergeld ein unverzinsten Kredit für den Kauf einer Immobilie zu gewähren. Gehen wir mal von einer Familie aus die 3 Kinder hat. 1, 2 und 3 Jahre. Wenn diese Familie jetzt aus der Mietwohnung raus in ein Eigenheim will, dann würde sie pro Kind sagen wir mal circa 50000 Euro bekommen. Auch ein Anreiz mehr Kinder in die Welt zu setzen. Auf der Immobilie lastet dann eine Hypothek des Staates welche sich im laufe der Zeit reduziert ohne das man Aktiv tilgt oder Zinsen zahlt.Weitere Maßnahmen um den Immobilieneinstieg zu erleichtern sollten die Maklerkosten vom Immobilienverkäufer bezahlt werden müssen, die sich dadurch vermutlich zwangsläufig reduzieren werden. Auch sollte der Besitz von Immobilien flexibler gestaltet werden, indem bei einem Umzug aus beruflichen gründen, die Grunderwerbssteuer der alten Immobilie mit der Grunderwerbssteuer der neuen Immobilie Verrechnet werden darf bzw. sollte man diese Steuer für die selber genutzte Erstsitzwohnung besser ganz abschaffen. Hier muß der Bund halt mit den Ländern entsprechend verhandeln. So eine Gesamtregelung muss natürlich schonend eingeführt werden um den Immobilienmarkt nicht noch mehr zu überhitzen. Weiterhin muss sichergestellt werden das es nicht zu einem Missbrauch kommt, das die Immobilie ihr Geld auch Wert ist, was passiert bei einer Scheidung usw.

  2. PotzBlitzDonner sagt

    Weil nun mal jeder sich in einer Immobilie befindet und diese Immobilie wenn man Mieter ist, dafür sorgt das Reichtum vom Mieter auf den Vermieter umverteilt wird. Leben immer mehr in ihrer eigenen Immobilie können die frischen Immobilienbesitzer jetzt dafür sorgen das der Gewinn der ursprünglich die Vermieter hatten oder dessen finanzierende Bank, nun zum Aufbau des eigenen Vermögens eben in Form dieser Immobilie genutzt wird. Dies funktioniert aber nur dann vernünftig und besser wenn davon nicht zu viel durch überhöhte Zinszahlungen an die zu finanzierende Bank abfließt, sondern eben wie in meinem Beispiel teilweise durch die Förderung der Familie über die Kinder die Kosten abgemildert werden. Wenn man über die Mietzahlungen hinaus hoffentlich noch über freie Liqidität verfügt, kann man mit dieser natürlich auch andere Anlagen bedienen. Mietzahlungen lassen sich so langfristig in Vermögen transformieren welches man sonst gar nicht hätte, deswegen die Bevorzugung.
    Eine selbst genutzte Immobilie hat auch nicht nur einen Kapitalwert sondern eben auch einen Nutzwert den man auch immer braucht. Wenn die Immobilie 70 % ihres Kapitalwertwertes verlieren sollte aufgrund der Nachfrage, dann ändert das meißtens nichts an dessen Nutzwert. Würde ich Geld in Gold investieren und das Gold verliert 70% dann verliere ich auch 70% des Nutzwertes, weil hier der Nutzwert tendenziell eher dem Kapitalwert entspricht. Da der Nutzen ja die Aufbewahrung oder sogar die Vermehrung des Kapitals diente, zumindest in der Tendenz.

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