Volles und voll reguliertes Bierglas

Anti-Bullshit-Studium, Anleihemärkte, Reiche und evidenzbasierte Politik

Auch diese Woche habe ich wieder ein paar interessante Sachen im Netz gefunden. Vier Links und einige Anmerkungen zu den Links.

Rüdiger Bachmanns Beitrag kommt vielleicht ein bisschen spät, denn die Abiturienten des Jahrgangs 2015 wissen wohl inzwischen bereits, was sie studieren werden. Aber immerhin können sie von dem VWL-Professor nun hören, warum sie sich falsch entschieden haben, wenn sie nicht Volkswirtschaft studieren:

Ein ganz anderes Thema: die Weltkonjunktur. Gerald Braunberger von der FAZ sieht die größte Gefahr derzeit nicht in fallenden Aktienkursen, sondern in den Anleihemäkten der Schwellenländer. Die Abwertungen der Schwellenländerwährungen könnten dazu führen, dass einige Länder ihre in Euro oder Dollar nominierten Anleihen nicht mehr bedienen können. Vor allem Anleihefonds könnten dadurch in eine Schieflage geraten.

Ich hatte zwar letztens analysiert, dass der direkte Einfluss Chinas auf die deutsche Konjunktur eher gering ist. Das Problem ist allerdings, dass China nicht der einzige Unsicherheitsfaktor zur Zeit ist. Braunbergers Szenario kann einem darum schon Angst machen:

Wieder die FAZ, aber ein anderes Thema und mit Patrick Bernau auch ein anderer Autor. Bernau erklärt gut nachvollziehbar:

Ein interessantes Thema hat sich auch Steffan Sasse im Blog Deliberation Daily herausgepickt: Evidenzbasierte Politik. Viele politische Regulierungen beruhen ja lediglich auf Verhaltensannahmen, von denen man gar nicht weiß, ob sie wirklich in der Praxis so zutreffen. Sasse nennt hier einige Beispiele, etwa das Elterngeld.

Gerade das Elterngeld ist aber kein gutes Beispiel. Als es von Ministerin Von der Leyen eingeführt wurde, hatte man in der Tat nur einige Annahmen darüber, wie es wirken wird. Man glaubte nämlich, dass gerade besser verdienende Frauen auf Kinder verzichten würden, weil bei ihnen die Opportunitätskosten des Kinderkriegens, also das entgangene Einkommen, zu hoch sind. Durch ein Elterngeld, das ans Einkommen gekoppelt ist, hoffte man Anreize für Kinder gerade bei Besserverdienern zu schaffen.

Die Praxis hat nun inzwischen erwiesen, dass diese Überlegung falsch war oder zumindest unvollständig. Das Elterngeld hat nicht zu mehr Akademikerkindern geführt. Und nun kommt es aber: Das Elterngeld wird trotzdem nicht abgeschafft. Ähnliches sehen wir beim „Girls Day“ oder anderen nachweislich wirkungslosen Maßnahmen.

Trotzdem ist es natürlich richtig: bei vielen staatlichen Maßnahmen wissen wir noch nicht einmal, dass sie gar nicht wirken. Ich habe mich z.B. schon häufiger gefragt: Wurde auch nur eine einzige Schnapsleichen durch die ehrenwerte Regulierung verhindert, dass das billigste Getränk in einer Kneipe nicht-alkoholisch sein muss?

Aber nun noch der Link zu Deliberation Dailey:

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Foto (von Silar): Volles und voll regulierte Bierglas in einer Kneipe

CFD DayTrading für Einsteiger

Von Matthias Bachmann für maennerwelt.info

Der CFD Handel und das damit eng verbunden (Intra-)DayTrading sind für Einsteiger keine ungefährlichen Angelegenheiten. Immerhin kann man hier durch Unachtsamkeit sogar mehr als sein eingesetztes Kapital verlieren. Im Fachjargon spricht man davon, dass beim CFD Trading eine sogenannte „Nachschusspflicht“ besteht. Damit der Einstieg aber dennoch hoffentlich unbeschadet vonstattengehen kann, erhaltet ihr hier ein paar Tipps, um beliebte Anfängerfehler zu vermeiden.
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