Die griechische Sage vom Rendite-Wunder

Alles, was man zur Rückkehr Griechenlands an die Kapitalmärkte, wissen sollte, fasst Markus Diem Meier von “Never Mind the Markets” gut zusammen. Linktipp:

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Andrea Nahles bei Unterzeichnung des Koalitionsvertrages

Rente mit 63 – Von Gerechtigkeit keine Spur

Bis 2030 wird uns die Rente mit/ ab 63 etwa 36 Milliarden Euro kosten. Zudem zeigen Fallbeispiele: Die Rente mit 63 ist ein Hort sozialer Ungerechtigkeit.

Die Ökonomen Lars Feld, Anabell Kohlmeier und Christoph Schmidt haben jüngst in der FAZ vorgerechnet, wie teuer uns Andrea Nahles Rentenpaket insgesamt kommen wird. Bis zum Jahr 2030 sollen 160 Milliarden Euro anfallen. Der größte Brocken davon soll auf die Ausweitung der Mütterrente entfallen, aber auch die Rente mit 63 ist enorm kostenträchtig. Aus den veröffentlichten Prognosen des Arbeitsministeriums lassen sich Gesamtkosten von ungefähr 36 Milliarden Euro bis 2030 schätzen.

Die Kosten fallen an, damit Leute, die 45 jahrelang in die Rentenversicherung eingezahlt haben, schon ab 63 ohne Abschläge in Rente gehen können. Normalerweise ist dies zur Zeit erst mit über 65 möglich. Für jeden Monat, den man früher die Arbeitswelt verlässt, wird ein Rentenabschlag von 0,3 Prozentpunkten berechnet.

Die Altersgrenzen von 63 und 65 Jahren werden übrigens im Zuge der Rente mit 67 schrittweise angehoben.

Nun, was teuer ist, ist ja vielleicht auch gut. „Die Rente wird dadurch gerechter“ schreibt Andrea Nahles in einer Presseerkärung, und weiter: „… denn die Menschen erwarten zurecht, dass wir Wort halten und die gemeinsam erkannten Gerechtigkeitslücken zügig beseitigen.“

Nun existieren verschiedene Vorstellungen und Konzepte über Gerechtigkeit. Welches Konzept sie durch die Rente mit 63 verfolgen will, darüber gibt uns Andrea Nahles immerhin einige Tipps. Denn Nahles bezeichnet die Rente ab 63 als „Anerkennung für gebrachte Leistung“. Ihr scheint es also um Leistungsgerechtigkeit zu gehen, darum, dass gleiche Leistung auch gleich honoriert wird.

Was aber ist „Leistung“ in Bezug auf die gesetzliche Rentenversicherung? Offensichtlich die Beitragsleistung. So ergibt sich das so genannte Äquivalenzprinzip. Das bedeutet, dass die Höhe der Rente von der Höhe der über das ganze Leben eingezahlten Rentenbeiträge abhängt. Um Beitragsleistungen aus verschiedenen Jahren und Jahrzehnten vergleichbar zu machen, werden sie in Entgeltpunkten umgerechnet.

Durch die Rente mit 63 wird nun das Äquivalenzprinzip massiv verletzt:

Erstes Beispiel: Nehmen wir zwei Gleichaltrige. Der eine hat 45 Jahre jeweils entsprechend des Durchschnittsverdienstes in die Rentenversicherung eingezahlt und dadurch 45 Entgeltpunkte erworben. Der andere hat nur 40 Jahre eingezahlt, aber jeweils etwas mehr als der Durchschnitt und hat so auch 45 Entgeltpunkte erworben.

Durch die Rente ab 63 erhält der erste nun mit 63 Jahren eine Rente ohne Abschläge. Der zweite muss dagegen mit 63 Abschläge hinnehmen oder er muss bis über 65 arbeiten.

Zweites Beispiel (von Alex Hummel aus dem Blog Saldenmechanik): Sogar zwei, die gleich lange gearbeitet haben und (in Entgeltpunkten) gleich viel eingezahlt haben, können durch die neue Rente mit 63 ungleich behandelt werden. Das ist dann der Fall, wenn der erste sein Arbeitsleben mit 18 begonnen hat und bis 63 arbeitet, der zweite aber erst ab 20 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat und mit 65 aufhört. Beide haben 45 Jahre gearbeitet, gleich viele Beiträge geleistet, der erste darf seine Rente aber zwei Jahre länger genießen.

Drittes und letztes Beispiel: Es ist durch die Rente mit 63 noch nicht einmal gewährleistet, dass zwei, die zur selben Zeit angefangen haben zu arbeiten und dann, wenn sie 63 sind, gleich lange gearbeitet haben und gleich viel eingezahlt haben, auch die gleiche Rente bekommen.

Wenn nämlich der eine 42 jahrelang gearbeitet hat und dreimal ein Jahr lang arbeitslos war, dann bekommt er die Rente mit 63. Der Bezug von Arbeitslosengeld I soll nämlich auf die Rentenzeiten angerechnet werden. Wenn jemand aber genauso 42 jahrelang gearbeitet hat, zwischendrin aber drei Jahre lang an einer Hochschule studiert hat, dann bekommt er keine Rente mit 63. Dann muss er bis 65 arbeiten oder Abschläge in Kauf nehmen.

Die Beispiele zeigen: Die Rente mit 63 ist ein Hort sozialer Ungerechtigkeit. Ich verstehe nicht, warum eine Partei, deren Markenzeichen angeblich die soziale Gerechtigkeit ist, die Rente mit 63 durchsetzen will. Mit der „Gerechtigkeitskompetenz“ in der SPD kann es zumindest nicht weit her sein. Sonst hätte man doch in den Debatten die Ungereimtheiten und Ungerechtigkeiten der Rente ab 63 viel ernster genommen.

Foto (von Martin Rulsch): Andrea Nahles bei Unterzeichnung des Koalitionsvertrages (Ausschnitt)

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Und ist wenigstens die neue Regelung zu Maklergebühren besser als die Mietpreisbremse?

Sozusagen als Nachtrag zu meinem gestrigen Beitrag über die Mietpreisbremse heute eine Analyse der Auswirkungen der ebenfalls geplanten Regelung, dass Maklergebühren zukünftig immer vom Auftraggeber, also dem Vermieter, zu zahlen sind:

Für Mieter, die nur für einen befristeten Zeitraum eine Wohnung suchen, wird sich die neue Maklerregelung nachteilig auswirken.

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Mieter-Protestcamp Kotti und Co

Die Mietpreisbremse und die Folgen

Am 20. März stellte Bundesjustizminister Haiko Maas den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Mietpreisbremse vor. Nun hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) eine interessante Analyse der Folgen dieses Vorschlags vorgelegt.

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2013 Rekordjahr für die BMW Welt

Von Kristina Hillenbrand für ICS-digital (LLP)

Die BMW Welt gehört zu einer der größten Touristenattraktion der bayerischen Hauptstadt. Wer nach München kommt und sich für Autos und vor allem das bayerische Traditionsunternehmen BMW interessiert, wird um einen Besuch in der BMW Welt nicht herumkommen.

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Russland kann die Vorherrschaft des US-Dollars nicht brechen

Das meint zumindest Stefan Siebert:

Die Frage ist aber auch zur Zeit nur, ob die Russen nicht trotzdem Nischen für einen internationalen Handel in Rubel schaffen können. Auch das würde zur Stabilisierung des Rubelkurses schon beitragen.

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Linktipp: Ökonomen sind anders

Dass das Ökonomiestudium auf die Persönlichkeit abfärbt, war schon länger bekannt. Interessant ist aber auch der Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Ökonomiestudenten.

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Russische Flagge

Russland verstehen

Wieso ist Putinversteher eigentlich ein Schimpfwort? Ansonsten wird doch bei jeder Gelegenheit gerne betont, wie wichtig interkulturelle Kompetenz heutzutage ist. Nur in Bezug auf Russland, da ist interkulturelle Kompetenz plötzlich ein Makel?

Machen wir uns besser daran, Russland zu verstehen.

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