Wirtschaftswurm-Blog

Wer profitiert von der lockeren Geldpolitik? Die Reichen oder die Armen?

Eine interessante Frage und eine wichtige Frage. Leider wurde sie noch zu wenig erforscht und wir haben keine sichere Antwort. Das kann man zumindest in Johannes Pennekamps Beitrag für den Fazit-Blog nachlesen.

Nicht ganz unwichtig: Wenn die Geldpolitik tatsächlich große Verteilungswirkungen hätte (zu wessen Lasten auch immer), dann würde sie massiv allgemeinpolitische Probleme aufwerfen und dann könnte man sie nicht allein einer unabhängigen Zentralbank überlassen.

5 Kommentare

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  2. Häschen sagt

    Kredite in Finanzmärkten fördern meiner Ansicht nach jene die versuchen die Dividenenrendite zu erhöhen in dem sie den Einstandpreis drücken durch Gewinne beim Abverkauf eines Anteils der ursprünglichen Position zu einem höheren Preis. Das wäre dann ein Recht Tauschmittel zu erhalten – praktisch zum Nulltarif.

    Wesentlich dafür, das wäre meine Unterstellung, ist die Möglichkeit zu haben die Preise zu treiben und jemanden zu haben dem die Aktien bspw… zu hohem Preis können verkauft werden. Mir fallen sofort staatl. Pensionsfonds ein die Aktien bspw. teuer kaufen und wenn sie billig sind wieder zurückverkaufen. Das erklärt auch die Misere der Rendite der Pensionsfonds oder wer auch immer die Gelder der Bürger veranlagt.

    Will man beurteilen worin das so erwirtschaftete Geld mal hineinfließt muss man in die Realwirtschaft schauen und die Mittelverwendung der Investitionen gegen die Bedarfe der Menschen auf der Welt halten. Das kann ich so nicht beurteilen. Man wird es nicht an der Vermögensverteilung festmachen können, da die Preisniveaus doch recht unterschiedlich sind.

  3. Stefan Rapp sagt

    Letztendlich geht es ja auch nicht nur um Arm oder Reich sondern auch darum ob
    Leistung egal, ob Angestellter oder Unternehmer gerecht Entlohnt werden. Dieses gerecht Entlohnen basiert auch immer im Rahmen eines Lebenskontextes zum Beispiel das Land in welcher man lebt und arbeitet. Wenn also die EZB durch ihre Politik bestimmte Länder besser stellt dann wirkt sich das auch entsprechend auf die dort lebenden Individuen aus. Ob jemand der bereit ist Risiken einzugehen und damit auch die Chance hat etwas zu erwirtschaften auch am Ende die Risiken tragen muss oder eben nicht. Aber all das sind Aspekte der Verteilungsfrage bei der es eben nicht nur um Arm und Reich geht sondern auch um verdient und nicht verdient und eben auch das individuell zu akzeptierende Lebensschicksal wiederspiegeld welches auch aber nicht nur auf eigenen Entscheidungen basiert.

  4. Häschen sagt

    Stefan Rapp. Wohl. Wobei verdienen hat mehr mit dem Erwirtschaften zu tun, das Beschaffen von bereitsgestelltem Tauschmittel. Während hingegen Finanzvermögen sehr viel mit der Endlagerung von durch die Allgemeinheit bereitsgestelltem Tauschmittel bspw. in Form von Staatanleihen zu tun hat.

    Richtig ist, wenn sich jemand Kredit besorgt im Privatbankensystem, das Tauschpotential abgibt und es wieder abschöpft und dort endlagert wäre es vermessen auf diesen Teil eine Abgabe zu erheben. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass diese Finanzvermögen durch Bankenpleiten sehr flüchtig sind. Kein Unternehmer der weiß, dass die Stabilität eines Wirtschaftsraum an der monatl. Zuweisung von Tauschmittel an den Mitarbeiter abhängt wird geringe Löhne zahlen. Der destabilisiert sein Vermögen. Österreich in den 60ern und 70ern. Altes Problem.

    Das Problem das ist mehr trifft ist, dass man Sparen in Realgütern ob der Kurzlebigkeit kaum kann und gibt es solche Güter, dann werden die Märkte schnell Asset Märkte und die Preise wanderen nach oben. Damit ist die Breite wieder ausgeschlossen.

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