3. Geburtstag des Wirtschaftswurms

Genau heute vor drei Jahren wurde der erste Artikel hier im Blog veröffentlicht:

Der Wirtschaftswurm wird also heute drei Jahre alt. Unter den Wirtschaftsblogs ist er damit allerdings schon der Opa. So mancher andere gute Wirtschaftsblog hat leider schon vor ihm das zeitliche gesegnet. Ich erinnere z.B. an Weissgarnix, Kantoos oder den Wirtschaftsphilosophen.

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3 Gedanken zu „3. Geburtstag des Wirtschaftswurms

  1. Häschen

    Lieber Wirtschaftswurm. Von der Altersverteilung her ja. Sie kennen aber nicht das Businessmodell in 2040 und ansonsten ist alles unklar.

    Mein Vorschlag wäre ein anderer
    a) Stundenbasiertes Modell. Es ist notwendig eine gewisse Anzahlen Stunden zu erreichen … wie auch immer die Zustande kommen – und nicht Monate im schlimmsten Fall ‘nacharbeiten’ muss oder gar ein anderer. So läuft das heute.
    b) Die Höhe der Entlohnung legt den Anspruch fest – Mindestversorgung ist garantiert (wäre mein Zugang)
    c) Einkommen aus der nicht primären Einkommensklasse wirken nicht auf die Stunden. Anspruch wandert nicht nach vorne.
    d) Etwaige Ungleichheiten in Branchen kompensiert man mit konstanten Gehältern und reduzierten Stunden
    e) Was ist der Vorzug. Sie können wenn sie wollen die ersten 20 Jahre Vollgas geben und dann gemütlich ab 40 in das Alter gleiten. Sie können sich wesentlich mehr der ihrem Talent entsprechenden Aufgabe widmen und sei es durch kreatives Schaffen und reges Handelstreiben.
    f) Kindererziehung und ähnlich wird angerechnet als Stunden, dient der Erreichung
    g) Wenn die Stunden erreicht sind ist der Rentenanspruch da.
    h) Sie können im höheren Alter die Eltern pflegen oder im Heim besuchen, sollte das notwendig sein. Sich im höheren Alter mehr den Öffentlichen Aufgaben widmen… Sie bekommen mehr Geld in die Hände jener die es auch ausgeben und kein Wirtschaftswachstum über ungedeckte Konsumschulden usw… (Niederlande hatten wo ein Modell auch)
    i) Verjüngung der Einkommensverteilung (schmälerer Korridor) – ‘Geld’sicht. Stunden fallen nicht so auf, wenn ein älter Arbeitnehmer die letzen 3 Jahre 25 Stunden macht statt 40. Jeder wie er will. Es muss halt ein Mindestmaß an Gesamtlebensarbeitszeit in Stunden erreicht werden.

    Man darf nicht den Teufel an die Wand malen so aus ausarten wird das ganze nicht. Aber 2 Halbtagsjobs bringen nichts. Macht macht damit allein andere reicher, das bringt nichts. Das wäre ein Modell das ein zweites Standbein forciert. Wir zwingen heute Menschen bei 40 Stunden Tageslicht in Jobs in denen sie große Teile mit sinnloser Arbeit verbringen. Anstatt die verdeckten Defizite der Umverteilung (administrative Überforderung) noch über höhere Preis ins BIP einfließen zu lassen, sollen die Leut die Zeit nutzen und etwas Sinnvolles tun, wenn schon nicht für die Gesellschaft, dann wenigstens für sich selbst.

    Meine Ideen sind immer begleitet von radikalen Einschnitten in die Umverteilung, in die Richtung 30 bis 40% max Abgaben( alle Steuern, Abgaben an öffentliche Einrichtungen, Sozialversicherung Pension). Man darf so ein Modell nicht im Kontext des im Moment fehlgeleiteten Wirtschaftsmodells sehen. Im besten Fall füllen wir durch Produktivitätsverbesserung geschaffene Freiräume mit aus Sicht des Renten/Pensionssystems hohen Ansprüchen für die immer weniger geleistet wird. Es darf ja nach getaner Arbeit keiner nach Hause gehen und kein Arbeitgeber ist interessiert systemisch den Gesamtaufwand zu minimieren. Ein inflationierter Anspruch ist ein sehr bescheidenes Ergebnis nach 45 Jahren Beitragszahlung – sprich die Pension/Renten der Vorgängergeneration zu berappen.

  2. Häschen

    c) Einkommen aus der nicht primären Einkommensklasse wirken nicht auf die Stunden. Anspruch wandert nicht nach vorne.

    Der Anspruchzeitpunkt…

  3. PotzBlitzDonner

    Warum schaffen wir dieses Renteneindrittsgedöns nicht langfristig besser ganz ab, wenn ich sehe wie meine Hecken im Garten immer kleiner werden weil mein Vater vor Langeweile die viel zu oft schneidet, habe ich so meine Zweifel. :-)
    Es soll doch jeder lieber seine persönliche und Private Lebensplanung machen wie er dies für angemessen hält und es sich auch leisten kann. Die Absicherung des Alters sollte man eher durch eine art Altersberufsunfähigkeit oder Alterserwerbsunfähigkeit sichern, die allerdings durch ein Umlagefinanzierungssystem gesichert ist. Mann geht also praktisch erst in Rente oder auch erstmal Teilrente wenn man nicht mehr lang genug bzw. gar nicht mehr Arbeiten kann. Mann kann davor noch ein zweites Umlagensystem setzen für Leute die eben doch einen längeren gesunden Lebensabend genießen wollen, der wird durch entsprechende freiwillige Beiträge finanziert, alternativ kann dieser Teil auch durch eine Private Vorsorge erfolgen wenn man das Risiko liebt. Ich würde dann noch eine Art Betagtengrenze ziehen so bei sagen wir mal aktuell 85 Jahren, wo sichergestellt ist das man spätestens dann über eine wirklich auskömmliche Rente verfügt, so das man ohne Probleme bis dahin seine ganzen Ersparnisse aufbrauchen kann ohne sich noch groß sorgen zu machen, damit es unnötig wird viel Geld zu horten das man am Ende doch nicht mehr brauch weil das persönliche Ableben so schwer prognostizierbar ist.
    Ich glaube diese Planung hat auch den beiläufigen Vorteil das man sich immer wieder Fragen muss welchen Job man eigentlich sein ganzes Leben machen möchte und man sich nicht hinter der Vorstellung noch bis zur Rente und dann isses gut verstecken kann, man muss sich seinem Leben und der Sinnhaftigkeit seines Erwerbslebens mehr stellen. Ist das wirklich der Job der mich erfüllt oder gibt es da nicht erfüllendere Tätigkeiten die ich doch lieber ausüben möchte.
    Die Umlagensysteme sollten auch selber flexibler gestaltet werden so das hierin auch teiweiße Ansparungen entstehen die der Staat sinvoll am besten in sich selber investiert.

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