Alle Artikel in: Wirtschaftswurm-Blog

Knappheit und ökonomisches Gesetz

Seit der Weltwirtschaftskrise 2009 hört man immer wieder die Meinung, Ökonomen hätten letztlich auch keine Ahnung von Wirtschaft. Und Politiker glauben darum, sich über ökonomische Einsichten hinwegsetzen zu können. SPON berichtete nun über Beispiele aus Venezuela. Viele Preise werden dort administrativ festgelegt und künstlich niedrig gehalten. Die Folgen entsprechen exakt den Beschreibungen in jedem ökonomischen Lehrbuch: Mangelwirtschaft in Venezuela Die Regierung Venezuelas versucht trotzdem die Schuld an fehlendem Klopapier u.A. der Wirtschaft zuzuschreiben. Sollten die Venezulaner ökonomisch ähnliche Dummies wie die Deutschen sein, könnte ihr das sogar gelingen.

Deutscher Warenhandel mit wichtigen Ländergruppen 2011

Finale der Blogparade „Ursachen der internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands“

Die Beiträge der Wirtschaftsblogger zur Juli-Blogparade „Ursachen der internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands“ offenbarten sehr unterschiedlichen Perspektiven. Die ordnungspolitische Sicht war dabei genauso vertreten wie die historische Sicht und die Analyse der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. – Der Überblick zum Abschluss der Blogparade.

Neues Design

Ich bin gerade dabei, das Design des Blogs umzukrempeln. Darum wird’s in den nächsten Tagen häufiger Änderungen am Layout geben und manches wird auch zeitweise komisch aussehen. Ich hoffe aber, dass am Ende eine benutzerfreundliche Gestaltung des Blogs stehen wird. Verbesserungsvorschläge sind natürlich auch immer willkommen.

Neuer (fragwürdiger) Ökonomenaufruf

Sommerzeit, Zeit für Ökonomenaufrufe. Marcel Fratzscher vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung möchte wohl aus den Ökonomenaufrufen des Juli 2012 eine Tradition machen. Während damals aber binnen kürzester Zeit allein in Deutschland 150 Professoren unterschrieben, hat Fratzscher, obwohl er gleich international Unterschriften sammelt, gerade mal die 100-er Marke geknackt: Streit um Ökonomen-Aufruf zur EZB Ich hoffe, der Widerhall auf den neuen Aufruf bleibt weiterhin schwach. Mario Draghis Ankündigung, unbegrenzt Anleihen von Euro-Krisenstaaten aufzukaufen (OMT), hat zwar kurzfristig die Märkte beruhigt, der Zweck heiligt jedoch nicht das Mittel. Applaus für Draghi durch einen neuen Ökonomenaufruf ist darum fehl am Platz.

Noch sechs Tage bis zum Ende der Blogparade!

Seit Anfang des Monats läuft die Ökonomenblogparade mit dem Thema: Ursachen der internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands Bisher gab es erst zwei Beiträge, dazu aber noch einige ausführliche Kommentare. Aber ihr habt ja noch sechs Tage Zeit. Also stellt euch mal die Frage, was die Ursache der internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands sein könnte und schreibt dazu in eurem Blog einen Artikel. Verlinkt dann euren Beitrag in den Kommentaren zum Startartikel der Blogparade und ihr nehmt an der Blogparade teil. Alle bis zum 31.7 veröffentlichten Beiträge werde ich Anfang August in einem Abschlussartikel zur Blogparade kommentieren und verlinken.

Aktuelle Zahlen zeigen: Krisenpolitik verfehlt ihr ureigenstes Ziel

Thorsten Hild analysiert auf „Wirtschaft und Gesellschaft“ die neuen Zahlen der europäischen Statistikbehörde zum 1. Quartal 2013. Ergebnis: Die öffentliche Verschuldung in den europäischen Krisenländern steigt ungebremst weiter und auch bei der Wettbewerbsfähigkeit gibt es nur teilweise Fortschritte. Hilds Urteil: Die „Krisenpolitik“ verfehlt selbst ihr ureigenstes Ziel erneut.

684 % Speiseeis-Inflation

684 % Preissteigerung seit 1985! Denn damals kostete die Kugel Speiseeis in der Eisdiele 30 Pfennig, heute sind es häufig über ein Euro. Diese Zahlen präsentiert uns „Die Welt“ und stellt sie der offiziellen gesamten Inflationsrate von 60 % seit 1985 gegenüber. Nicht verschweigen will ich allerdings, dass Blogger „Alex“ die Zahlen anzweifelt. Seine eigenen Nachrechnungen sind jedoch bislang nicht überzeugend. Richtig ist nur, dass man für eine echte „Speiseeis-Inflation“ auch die Preise für großindustriell hergestelltes Markeneis berücksichtigen müsste. Das hat einen Marktanteil von 80%.

Modellrechnungen zur finanziellen Repression

Hans-Jörg Naumer stellt auf Ökonomenstimme ein paar interessante Modellrechnungen zur finanziellen Repression an: Finanzielle Repression und Verringerung der Staatsschulden Wie schnell finanzielle Repression die Staatsschulden (gemessen in Prozent des BIPs) senkt, hängt demnach vor allem davon ab, dass die gezahlten Zinsen niedrig und die Inflation relativ hoch ist. Viel Einfluss hat auch, wie stark der Sparkurs ist; wenig Einfluss hat dagegen das Wirtschaftswachstum. (Naumers Annahmen über das Wirtschaftswachstum liegen allerdings mit 1,5% bzw. 2% über dem langfristigen deutschen Durchschnitt. Siehe: Wirtschaftswachstum mal langfristig …).