Autor: Arne Kuster

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Italien – Erwachen aus dem Dornröschenschlaf?

In dieser Woche gab es mehrere positive Wirtschaftsmeldungen aus Italien. Selbst die Arbeitslosigkeit geht inzwischen zurück. Ein stabiler Wirtschaftsaufschwung wäre allerdings für Italien eine echte Epochenwende. Denn anders als in den anderen Staaten der Europeripherie gab es in Italien nie einen Euro-Boom. Seit 15 Jahren befindet sich das Land in einer „Zeit der Stagnation“. Interessante Daten und Grafiken illustrieren weiter unten die italienische Misere. Daten, Fakten und Grafiken zum geliebten Nachbarn im Süden.

Nordafrika Satellitenfoto

Afrika – Armutsflüchtlinge und Wirtschaftswunder gleichzeitig

Die afrikanische Einwanderung nach Europa steht zur Zeit im Schatten des Ansturms aus Syrien. Trotzdem ist die Zahl derjenigen, die aus Afrika in die EU kommen, nach wie vor hoch. Im ersten Halbjahr 2015 stammten 19% aller Asylerstanträge in der EU von Afrikanern. (Berechnungen nach Zahlen von Eurostat.) Auf der anderen Seite finden sich in den Medien in letzter Zeit vermehrt Berichte über den Wirtschaftsaufschwung in Afrika. Die OECD fasste in ihrem jüngsten Afrikabericht die Wirtschaftsdaten zusammen. 2014 wuchs das BIP des Kontinents um 3,9% und 2015 wird es wahrscheinlich um 4,5% steigen. Emmigration trotz Wirtschaftsboom? Der Zusammenhang zwischen Armut und Armutsflüchtlingen scheint kompliziert.

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Ist die Volkswirtschaft eine „menschenfeindliche Wissenschaft“?

Rund um die Tagung des Vereins für Socialpolitik gab es eine Debatte darum, ob die Volkswirtschaftslehre mehr Pluralismus braucht. Die pointierteste Kritik an den VWLern kommt dabei von Norbert Häring. Der Wirtschaftsjournalist des Handelsblatts spricht von einer „menschenfeindlichen Wissenschaft“. So ist die aktuelle Debatte polemischer als frühere um dasselbe Thema, aber ansonsten weder neu, noch bringt sie etwas Neues.

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Asylpolitik: Sachleistungen statt Taschengeldzahlungen?

Bargeldleistungen an Asylanten in Flüchtlingsunterkünften soll so weit wie möglich durch Sachleistungen ersetzt werden. Das wollen die Spitzen der Regierungskoalition durchsetzen. Doch wie bereits mehrere ähnliche Beschlüsse in den letzten 35 Jahren gezeigt haben, ist dies ein unpraktikabler Versuch, die Anreize für die Armutseinwanderung zu senken.