Autor: Arne Kuster

Exporte der Euroländer Ausschnitt

Deutsche Übermacht?

Der aktuelle „Spiegel“ titelt „The German Übermacht“. Der Text dazu berichtet allerdings hauptsächlich von Stimmungen und Meinungen. Fakten findet man kaum. Schaut man sich die Fakten an, muss man nämlich ein ganz dickes Fragezeichen hinter die „deutsche Übermacht“ stellen.

Auf zum nächsten Krisenland: Venezuela

Die Welt ist groß und, wenn man von dem einen Krisenland genug gehört hat, kann man einfach zum nächsten Krisenland übergehen, dem es noch schlechter geht. In diesem Sinne: von Griechenland zu Venezuela. Venezuela – It’s the economy stupid Es ist schon immer wieder erstaunlich, dass Politiker Ideen durchsetzen (wie hier die mit den verschiedenen Wechselkursen), bei denen für jeden Volkswirt offensichtlich ist, dass sie nicht dauerhaft funktionieren können. Aber damit sind wir ja schon wieder bei der Euro-Währungsunion.

Kommt die Google-Planwirtschaft?

Die Frage, ob man mithilfe von Big Data eine funktionierende Planwirtschaft aufbauen kann, war die Frage meines letzten Artikels. Aktuell bezieht sich die Frage nicht nur auf mögliche staatliche Planer, sondern auch auf das, was Google, Facebook und andere Internetmonopolisten leisten könnten. Durchaus vorstellbar, dass die Rechner, mit denen bald die Planwirtschaft gesteuert wird, nicht dem Staat gehören, sondern Google. Hans-Jörg Naumer hat meiner Meinung nach noch einmal ganz gut analysiert, worauf die Macht der Internetmonopolisten beruht: Google oder: Spielregeln für die Netzwirtschaft Bei den vorgeschlagenen Gegenmaßnahmen bleibt er für mein Gefühl allerdings zu konventionell, um wirksam zu sein.

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Friedrich August von Hayek und Big Data

1945 schrieb Friedrich August von Hayek einen seiner bekanntesten Essays, seitdem häufig zitiert und noch mehr gefeiert: „The Use of Knowledge in Society“. Heute, 70 Jahre später, muss man allerdings ernsthaft fragen, ob die Argumente, mit denen von Hayek die Überlegenheit einer dezentralen Marktwirtschaft begründete, nicht durch die modernen Möglichkeiten, gigantische Datensammlungen anzulegen, veraltet sind.

Warum ist der Ölpreis so stark gefallen?

Der drastische Sturz des Ölpreises von über 100 $ je Fass auf unter 50 $ ist meiner Ansicht nach ein wirtschaftliches Mysterium, nur schwer ohne Verschwörungstheorie zu erklären. Gerald Braunberger versucht es zumindest im Fazit-Blog: Hohe Schulden drücken den Ölpreis Demnach hatten die Ölunternehmen aufgrund ihrer hohen Verschuldung hatten gar nicht die Wahl auf den Preisverfall mit einer Verknappung des Angebots zu reagieren. Ganz im Gegenteil mussten sie zum Ausgleich für gesunkene Preise die Fördermenge ausweiten. Und das ließ den Preis weiter abstürzen. Ich denke, in einer ähnlichen Zwickmühle stecken Öl fördernde Krisenstaaten wie Venezuela.