Die Frage, ob man mithilfe von Big Data eine funktionierende Planwirtschaft aufbauen kann, war die Frage meines letzten Artikels. Aktuell bezieht sich die Frage nicht nur auf mögliche staatliche Planer, sondern auch auf das, was Google, Facebook und andere Internetmonopolisten leisten könnten. Durchaus vorstellbar, dass die Rechner, mit denen bald die Planwirtschaft gesteuert wird, nicht dem Staat gehören, sondern Google.
Hans-Jörg Naumer hat meiner Meinung nach noch einmal ganz gut analysiert, worauf die Macht der Internetmonopolisten beruht:
Bei den vorgeschlagenen Gegenmaßnahmen bleibt er für mein Gefühl allerdings zu konventionell, um wirksam zu sein.

Der Link funktioniert leider nicht.
Es wäre wirklich schön, wenn der nicht funktionierende Link korrigiert werden könnte. Danke!
kann man alles Googeln
http://www.oekonomenstimme.org/artikel/2015/01/google-oder-spielregeln-fuer-die-netzwirtschaft/
Pingback: Kleine Presseschau vom 23. Februar 2015 | Die Börsenblogger
Tut mir leid, ich dachte eigentlich, ich hätte den Link verbessert, dann hatte sich aber derselbe Fehler wieder eingeschlichen. Jetzt müsste es aber funktionieren.
Es ist nicht sonderlich schlau sich von Technologie abhängig zu machen.
Der Schumpeter hätte seine größte Freude. Der Mensch sitzt bei der Search Engine tippt ein Problem + ‚Mein Fachgebiet‘ und kann sich sofort auf den Weg machen ein Problem zu lösen. Das tun dann mehrere usw… eh bekannt. Viel Nützliches ist bisher nicht rausgekommen.
An sich ist irrelevant wer Planwirtschaft betreibt.
Planung entfaltet ihre Wirkung zu Beginn. Klassiker ist ein Projektmanagement. Der erste Erfolg stellt sich allein durch das Planen und dem Einhalten der Zielvorgaben ein (nach ein paar kleineren Testläufen zuvor) – Verschwendung wird durch Priorisierung aus dem Projekt herausgehalten. Beim zweiten Mal funktioniert die Sache auch noch und dann überschreitet Projektplanung ihren Kulminationspunkt. Projektteilnehmer treten aus und mit Veränderung des Teams fallen die Prognosen respektive der Güte ins Bodenlose.
Die Verschwendung die zuvor rausgehalten wurde aus dem Projekt manifestiert sich woanders aber im Unternehmen. Ähnlich der Unternehmensplanung die ‚Verschwendung‘ auf die Gesellschaft auslagert zumindest aber auf die Menschen und die Bevölkerung.
Egal ob sie vorsätzlich verknappen in einer Planwirtschaft oder ein Schlaraffenland bauen – beide Alternativen sind nicht sonderlich attraktiv. So attraktiv die Überflussproduktion klingt sie bleibt verbunden mit Geldsozialismus. Zentralismus ist nie liberal. Möglicherweise schafft man es noch eine Art Freiwilligkeit beim Eintritt zu suggerieren, aber sehr schnell merkt der Einzelne, dass er verraten und verkauft wurde. Deswegen muss man ihn binden.
In der Realtwirtschaft, eigentlich eher im Rahmen des Staats und Finanzindustrie, passiert das über Zwangsgeld. In der Realwirtschaft macht sie schon ein Weilchen die ungehemmte Tauschpotentialvermehrung bemerkbar. Läuft unter dem Thema Vermögens- und Einkommensverteilung ist aber nicht viel anders gelagert als das Finden eines Konsens bezüglich des ‚Eigenverbrauchs‘ von Tauschpotential für Menschen und Wirtschaft in der Breite oder Einzelner im Speziellen.
Je weniger Abgaben es gibt, desto freier ist die Entscheidung wann, wofür und wieviel Geld jeder für sich ausgibt – weniger die Entscheidung, dass Geld ausgegeben wird. Geld wird aber heute über Kredit resp. Darlehen bereitgestellt und damit ist es jenen die Schulden haben, sprich bei den der Ausweis erfolgt, wer hat wieviel Geld wo bereitgestellt für die Bewirtschaftung, lieber sie bekommen Geld eher zeitnah zurück. Irgendwo einsichtig.
Durch die Möglichkeit praktisch unbegrenzt Tauschpotentiale ins Leben entstand auch das Problem, dass Wirtschaft ganz massiv vom Umlageverfahren Zins abhängig wurde. Aus der Sicht der Finanzierung bezogen auf die Finanzierungsbasis wurde der Produktionsbetrieb zur eigenen Werksküche. Der Staat der früher die Rolle der Werksküche innehatte wurde zur Werksküche in der Werksküche. Jetzt hatten die Banken aber das Problem, wem trauen wir Umlagenfinanzierung zu – der einzige der das beherrschte war der ‚Staat‘, aber auch unter Annahme dessen zum Teil erfolgreich Mittelverwendung unter Annahme von Knappheit.
(Teil 1)
Die Organisation zumeist im Sinne von zentralistisch vs. dezentral, sprich verteilt, wirkt auf die Gesellschaft. Was ist die Gesellschaft? Gesellschaft ist der beherrschte Teil der Bevölkerung. Politiker respektive Parteien sind jene die glauben diese Herrschaft ausüben zu müssen. Das nennt man Gesellschaftspolitik. Ein Konzernzentrale nennt das ‚ihre‘ Kunden.
In Nazareth lebte der Josef nicht der Schumpeter. Für die Gegend und diese Struktur reichte eben der Vorname in der Hashtabelle mit Verkettung Nazareth in der unter dem Schlüssel Josef eine Verbindung zu mehreren Menschen wurde geführt. Man merkt aber es ist gut wenn man weiß wo der Mensch mit Vornahmen wohnt – wohhaft. Wohnhaft – zuhause eingesperrt zu sein.
Der zentralistische Staat kann mit Vor- und selbst kombiniert mit Nachnamen weniger anfangen. Das führte zur Sozialversicherungsnummer die man im SAP Slang als staatl. kontrolliertes Nummernkreisobjekt kann charakterisieren. In der Moderne heißt globale SV Nummer Emailaddresse oder OAuthID usw…
*** Der Bürger endet dann auf jeden Fall in der Situation für seine Daten verantwortlich zu sein aber nicht die Hohheit darüber zu haben. ***
Zumal die Wohnhaft am Internet ohne Cloudspace nicht wirklich funktionier hat man die Fuss- resp. Handfessel das Smartphone. Das ist bereits Ausdruck der Planwirtschaft.
Große Unternehmen wie Google sind am Ende kleine Staaten oder zumindest Gesellschaften. Ich selbst bin ein Freund der Auflösung des Gesellschaftsmonopols von Staat und Politik aber der Weg Menschen hinenzulocken in eine Art Sezession erinnert an Rattenfängerei. Wenn sie in der Welt ein paar tausende Communities herausbilden die anstelle des Staates eine Gemeinschaft bilden die von der Basis getragen werden, schaut die Sache anders aus. Damit sind wir aber wieder bei ‚liberal‘ und ‚dezentral‘.
Eine Contribution ist freiwillig. Die Crux bei der Geschichte ist – wie managed man einen Fischteisch bei dem Fische sobald sich entnommen wurden von selbst ersetzt werden, sprich ein Apfelbaum bei dem sofort wieder ein Apfel nachwächst sobald er gebrockt wurde, aber keiner den selben resp. gleichen Apfel 2mal brockt da es kein Sinn hat – kopieren. Das ist nicht mal eine Allmende. Dort ist die Logik bekannt. Es tut keiner einen Fisch mit der Zeit hinein, wenn alle die Fische wieder davontragen. Bei Information ist das anders. Die wächst nach.
Wer objektiv das Management von Information aus ökonomischer Sicht will betrachten muss sich dem Thema stellen. Kopieren verkürzt nicht den Chancenraum, damit ist Verknappung des Zugriffs keine Option.
Ein Staat der Planwirtschaft ausübt sei es mit Ökonomen, Banken, überzogenen Staatsquoten die eigentlich nur das Unrecht des Monopolgelds und die damit verbunden Konsequenzen vorantreiben, wenn nötig über Ausübung von Zwang sind genauso abzulehnen.
Quis custodiet ipsos custodes? Und wer reguliert den Regulierer? So selbstverständlich ist es nicht mehr, dass Staat und Politik die Gesellschaft beherrschen sollen.
Das war jetzt ein wenig ein Rundumschlag. Die Idee dass der Menschen Kontrolle über den Staat durch Politik hat ist eine Illusion. Damit ist egal wer Information verwertet. Man kann sagen, ‚An solche gelagerte Strukturen gebe ich keine Information weiter‘. Der Staat ist dann zu sehen ähnlich einer Search Engine – ich suche nicht damit. Ich nehme an der Gesellschaft XYZ nicht teil. Man kann eine andere Search Engine wählen. Damit sind wir wieder bei der Idee der ‚freie‘ Markt. Geld – Information und Macht sind eben anverwandte Themen. Information zu geben heißt aber auch zu ermächtigen und zur Ermächtigung gezwungen zu werden ist die Kehrseite der Rechtsstaatlichkeit.
(Teil 2)