Die Europäische Zentralbank hat sich mit dem OMT-Programm in ein großes Dilemma gebracht. Die Befürworter des Programms verstehen das nicht.
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Diskussion um das OMT-Programm – Nun in den Blogs
Es war wohl absehbar, dass mein Resümee der Diskussion um das OMT-Programm nicht lange als Resümee bestehen bleiben konnte, sondern seinerseits neue Diskussionen ausgelöst hat, nun allerdings in den Wirtschaftsblogs. Hierauf nun eine Antwort meinerseits.
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Der Streit über den Aufschwung beginnt eher als der Aufschwung selbst
Kaum ist ein Aufschwung in Sicht, schon wird darüber gestritten, wer daran seinen Verdienst hat. Sebastian Dullien hält Mario Draghi für den Segensbringer:
Meine eigene Sicht habe ich ja bereits in zwei Artikeln geschildert: Resümee der Diskussion um das OMT-Programm und Erfolg der Austeritätspolitik in Spanien? Aber selbst wenn Dullien recht hätte und Draghis OMT-Programm zum Aufschwung beitragen würde, langfristig gesehen wäre es dann wohl besser, wir würden auf diesen Aufschwung verzichten.
Resümee der Diskussion um das OMT-Programm
Die Politik der EZB, sie ist für den Präsidenten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratscher, der Lichtblick in der Eurokrise. Doch sein Ökonomenaufruf, der letzte Woche ins Netz gestellt wurde, musste sich herbe Kritik gefallen lassen.
Geldpolitik am Ende
Damit hat Dieter Wermuth im Blog Herdentrieb wohl recht:
Mein Bedauern darüber hält sich aber in Grenzen. Die aktuellen positiven Konjunkturdaten (nicht nur aus Deutschland) zeigen, dass weiteres Experimentieren mit neuen geldpolitischen Instrumenten zur Zeit auch unnötig ist.
Ist Spanien Exporteuropameister?
André Kühnlenz bringt in seinem Blog einen interessanten Vergleich zwischen der Entwicklung spanischer und deutscher Exporte seit 2007.
Aber Vorsicht! Die spanische Zeitreihe startet von einer viel geringeren Basis aus. Was auf dem ersten Blick also wie eine parallele Entwicklung aussieht, ist es auf dem zweiten Blick keineswegs.
PS zum Onlinetalk bei Dradio Wissen
Jeff Bezos Kauf der Washington Post war ebenso Thema wie die Eurokrise und die angebliche Lohndiskriminierung von Frauen. Wer am Samstag keine Gelegenheit hatte, kann den Onlinetalk mit mir auf den Seiten von DRadio Wissen nachhören: Ökostrom und Eurokrise.
Morgen Onlinetalk bei Dradio Wissen mit mir
Morgen bin ich in Köln und bei Dradio Wissen zu Gast. Eine knappe Stunde wollen Andreas Noll und Michael Gessat im Onlinetalk mit mir über Eurokrise, Ökostrom und das Wirtschaftsbloggen allgemein reden. Aktuelle Themen der Woche wie Marcel Fratschers Ökonomenaufruf zur Geldpolitik werden dabei sicherlich auch ihren gebührenden Platz finden. Ich hab‘ mir zumindest vorgenommen, den Aufruf gnadenlos zu verreißen.
Also bitte bei eurer Wochenendplanung berücksichtigen: Von 11-12 Uhr Radio hören und DRadio Wissen einschalten:
Mögliche Erhöhung der Ökostromumlage – Kein Grund zur Panik
Die EEG-Umlage für Ökostrom ist heute mal wieder ein Aufregerthema. Anlass: eine von der FAZ verbreitete Schätzung, dass sie von aktuell 5,27 Cent auf 7 Cent nächstes Jahr steigen könnte. Schaut man genauer hin, darf man sich aber wieder beruhigen.
Kaum Wachstumspotenzial in Deutschland
Kaum Wachstumspotenzial sieht DIW-Chef Marcel Fratscher für Deutschland:
Ob das von ihm geforderte öffentliche Investititonspaket allerdings das Wachstumspotenzial erhöhen würde oder nicht nur ein Strohfreuer anfachen würde, ist allerdings fraglich. Auch sein Blick auf die expansive Geldpolitik der EZB ist nur kurzfristig. Wer sich aber über DIW-Fratscher noch mehr aufregen will, kann sich heute mittag den WiWo-Lunchtalk anhören.
Erfolg der Austeritätspolitik in Spanien?
Das Wall Street Journal befasst sich aktuell mit der Situation der Wirtschaft in Spanien: „Is Spain’s Experiment About to Succeed?“ Leider typisch für Wirtschaftsjournalisten, kann es Autor Simon Nixon aber nicht lassen, voreilige Schlussfolgerungen zu ziehen.






