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Ökonomen live, morgen, 5.6 um 20 Uhr: Nach den Entscheidungen der EZB

Morgen tagt der Zentralbankrat und es wird eine weitere Lockerung der Geldpolitik erwartet. Das nehmen wir, also Eric Bonse, Dirk Elsner und ich, zum Anlass nach langer Pause wieder ein „Ökonomen live“ zu veranstalten. Unsere Videodiskussion zur Geldpolitik der EZB können Sie ab 20 Uhr live oder später als Aufzeichnung auf unserem Youtube-Kanal „Ökonomen live“ verfolgen. Auch hier im Blog werde ich morgen Abend das Video in einem eigenen Beitrag einbetten.

Vom Priester zum Ingenieur

So beschreibt Gerald Braunberger (überspitzt?) den Rollenwechsel, den die Wirtschaftswissenschaftler durchgemacht haben und noch durchmachen. Viele moderne Ökonomen interessieren sich mehr für Daten als für Glaubensbekenntnisse Die „ökonomische Schwerkraft„, wie ich sie genannt habe, ist allerdings kein Glaubensbekenntnis, sondern empirisch vielfach abgesichert, wenn auch nicht in jedem Einzelfall.

Konrad_Adam,_Frauke_Petry_und_Bernd_Lucke_2013

Verwirrung um AfD

Ein paar Tage vor der Europawahl scheint in Reihen der AfD Verwirrung ausgebrochen zu sein, ob man noch den Euro abschaffen will. In einem Focus-Artikel wird der Sprecher des AfD-Landesverbandes Baden-Württemberg, Jens Zeller, mit den Worten zitiert: „Der Wähler will nicht zurück zur D-Mark“. Und der als „Chefstratege“ der AfD betitelte Rainer Erkelenz (der aber in Wirklichkeit nur einfacher Mitarbeiter der Bundesgeschäftsstelle ist) meint im selben Artikel: „Politik ist die Fähigkeit, das zu fühlen und spüren, was die Leute bewegt. Und im Moment bewegt sie der Euro nicht so stark wie vor einem Jahr.“ Sicherlich gehört zur Politik auch die Fähigkeit, zu fühlen und spüren, was die Leute bewegt. Aber eine Politik, die nur daraus besteht, läuft Gefahr, nichts zu bewirken, weil man immer nur kurzfristig wechselnden Stimmungen nachläuft. Die Glaubwürdigkeit bliebe ohnehin auf der Strecke. Darum gehört meiner Meinung nach auch zur Politik, den Wählern unangenehme Wahrheiten mitzuteilen. Und zu diesen unangenehmen Wahrheiten, die viele Wähler augenblicklich gerne verdrängen, zählt: Zwar ist die Eurokrise, wenn man sie wie ich als Leistungsbilanzkrise definiert, beendet. Das …

Videotipp: Justus Haucap über die Zerschlagung Googles

Passend zu meinem gestrigen Beitrag „Die Entflechtung von Google reicht nicht aus, es sollte die Zerschlagung sein“ hat Gunnar Sohn den Wirtschaftsprofessor und Mitglied der Monopolkommission Justus Haucap ebenfalls zum Thema Google interviewt. Dabei haben beide auch über meinen Vorschlag diskutiert, die Zerschlagung Googles durch eine EU-Richtlinie zu regeln.

EZB-Neubau bei Nacht

Die EZB und das Deflationsgespenst

In Japan ist bereits Ernüchterung eingekehrt, was die „Abenomics“ anbelangt, also die Stimulierung der Wirtschaft durch eine Geldschwemme der Zentralbank. In Europa dagegen sinniert man noch darüber, wie man diese Geldschwemme endlich bewirken kann. EZB-Präsident Mario Draghi verhieß zumindest für den Juni neue geldpolitische Lockerungsmaßnahmen. Aber brauchen wir die wirklich? Ist die Angst vor einer Deflation berechtigt?