Alle Artikel mit dem Schlagwort: Eurokrise

Schülerfragen zur Eurokrise: Live-Diskussion am 26.3, Beginn 20 Uhr

Ich habe bereits darauf hingewiesen, unsere ursprünglich schon für letzten Dienstag vorgesehene Diskussionsrunde findet nun übermorgen, am Dienstag, ab 20 Uhr statt. Thema sind Schülerfragen zur Eurokrise. Neben Dirk Elsner und Eric Bonse, die bereits beim letzten „Ökonomen live“ dabei waren, wird auch Karl-Heinz Thielmann mitmachen, ein Ex-Länderanalyst einer Fondsgesellschaft, der im Blog von Dirk Elsner Gastbeiträge schreibt. Unsere Diskussion findet im Rahmen einer Videokonferenz statt und wird live über meinen Youtube-Kanal übertragen. Hier im Blog werde ich am Dienstag zudem den genauen Youtube-Link zum Live-Video bekannt geben, sobald er feststeht. Das wird etwa eine halbe Stunde vor Beginn der Diskussion sein. Über diesen Link kann man sich auch noch später die Diskussion ansehen. Wie auch bei unseren vorangegangenen Sendungen „Ökonomen live“ kann sich jeder beteiligen. So werden wir während der Sendung aufmerksam die Diskussion auf Twitter verfolgen, die unter dem Hashtag #Ökonomenlive stattfindet. Wer ein Konto bei Google-Plus hat, den können wir zudem live für Fragen und Stellungnahmen zur Videokonferenz dazuschalten. Näheres erklären wir zu Beginn der Sendung.

Mal etwas Optimismus in der Eurokrise

Die letzten Wirtschaftsprognosen der Europäischen Kommission vom letzten Herbst kann man als optimistisch bezeichnen. Doch es spricht meiner Meinung nach einiges dafür, dass im Gegensatz zu bisher nun die Optimisten recht behalten. Konkret glaubt die Europäische Kommission an ein Wirtschaftswachstum in der Eurozone von 0,1% in diesem Jahr und von 1,4% im nächsten Jahr. Die OECD ist leicht pessimistischer: -0,1% dieses Jahr, 1,3% nächstes Jahr. Für diejenigen, die es interessiert, habe ich zudem die Prognosen für wichtige Einzelländer herausgesucht: Staat Prognose Kommission 2013 Prognose Kommission 2014 Prognose OECD 2013 Prognose OECD 2014 Belgien +0,7% +1,6% +0,5% +1,6% Deutschland +0,8% +2,0% +0,6% +1,9% Finnland +0,8% +1,3% +1,1% +2,2% Frankreich +0,4% +1,2% +0,3% +1,3% Griechenland -4,2% +0,6% -4,5% -1,3% Irland +1,1% +2,2% +1,3% +2,2% Italien -0,5% +0,8% -1,0% +0,6% Niederlande +0,3% +1,4% +0,2% +1,5% Österreich +0,9% +2,1% +0,8% +1,8% Portugal -1,0% +0,8% -1,8% +0,9% Slowakei +2,0% +3,0% +2,0% +3,4% Spanien -1,4% +0,8% -1,4% +0,5% Tatsächlich deuten inzwischen einige Frühindikatoren an, dass die augenblickliche Rezession in einigen Eurostaaten schon wieder zu Ende geht. Mit den Frühindikatoren meine ich …

Schülerfragen zur Eurokrise

Acht Fragen von Oberstufenschülern und meine Antworten Morgen in einer Woche, am Dienstag, den 19., bin ich wieder dabei. Zusammen mit Dirk Elsner und Eric Bonse diskutiere ich über Schülerfragen zur Eurokrise. Unsere Runde „Ökonomen live“ wird ab 20 Uhr über meinen Youtube-Kanal übertragen. Achtung! Dieser Termin musste verschoben werden. „Ökonomen live“ findet nun eine Woche später, am 26.3 um 20 Uhr statt. Dirk hat bereits acht Fragen von Oberstufenschülern zur Eurokrise gesammelt. Hier meine Antworten: Wer ist schuld an der Krise? Die schwierigste Frage gleich zu Beginn. Da muss ich etwas ausholen. Die Eurokrise besteht im Kern darin, dass einige Länder in Europa mehr Güter und Dienstleistungen für sich beanspruchen, als sie selbst produzieren. Gemeint sind vor allem Griechenland, Spanien, Portugal und Italien: die Defizitländer. Die fehlenden Güter führen sie aus den Überschussländern (hauptsächlich Deutschland) ein und verschulden sich dafür. Die Überschussländer brauchen weniger Güter, als sie selbst produzieren. Um ihre Schulden zurückzuzahlen, müssten die Defizitländer eigentlich mal mehr Waren ausführen als einführen und so Geld im internationalen Handel verdienen. Das ist aber bisher …

Verursacht Ungleichheit Krisen?

Eine interessante Frage für die Ökonomenblogparade, die in diesem Monat von Stephan Ewald stammt. Nun, in Hinblick auf die immer noch andauernde Schulden-, Finanz- und Eurokrise behaupte ich: Ja, Ungleichheit bei Einkommen und Vermögen hat diese Krise mitverursacht. Grundsätzlich kann man drei Krisenherde unterscheiden: Einige Eurostaaten haben so viele Schulden angehäuft, dass sie an den Finanzmärkten kein Vertrauen mehr genießen (Staatsschuldenkrise). Die Banken einiger Euroländer haben großzügig Kredite für zweifelhafte Projekte an zweifelhafte Schuldner verteilt und sind so in eine Schieflage geraten (Finanzkrise). In Spanien haben etwa Bankenkredite einen unsinnigen Immobilienboom ausgelöst, in Griechenland haben Banken Geld für das ineffiziente politische Klientelsystem beschafft. Die Europeripherieländer haben große Leistungsbilanzdefizite angehäuft (Eurokrise im engeren Sinne). Sie haben all die Jahre seit Einführung des Euros mehr konsumiert als selbst produziert. Haushalte, Unternehmen und/oder Staatswesen dort haben dadurch Schulden angehäuft, die sie kaum noch bedienen können. Die drei Krisenherde befeuern sich gegenseitig, etwa, wenn Staaten Schulden machen, um Banken zu retten. Entstanden sind alle drei aber aus jeweils eigenen Ursachen. Im Folgenden die Hauptursachen und wie ökonomische Ungleichheit für …

„Die ersten drei Jahre Eurokrise“ bei Amazon erschienen

Mein E-Book „Die ersten drei Jahre Eurokrise – Gespiegelt durch 89 Blogbeiträge“ ist bereits bei Amazon als Kindle-Version verfügbar. Wer also die Kindle-Version braucht, kann sie bekommen, wenn er oben auf das Bild oder auf folgenden Link klickt: „Die ersten drei Jahre Eurokrise – Gespiegelt durch 89 Blogbeiträge“ Ich will jetzt nicht noch mal wiederholen, warum man sich das E-Book kaufen sollte, dazu lest meinen letzten Artikel.  Um euch jedoch weiter neugierig zu machen, hier die 12 Kapitel, in die ich die Blogbeiträge aus dem Wirtschaftswurm für das Buch geordnet habe: Ursachen und Ungleichgewichte Die Target-2-Salden Deutschland und der Euro Die Anleihekäufe der EZB Die Geld- und Zinspolitik der EZB Der Rettungsgalopp Euro-Rettungsschirme und Eurobonds Bankenrettungsschirme Der Zentralisierungswahn Schuldenschnitt und Vermögensabgabe Euroende – Warum? Euroende – Folgen und Vorgehensweise Wer die Ausgabe als epub-Datei braucht, bekommt sie am besten direkt bei epubli. PS: Bei iTunes hab ich das Buch inzwischen auch gefunden. Die ISBN ist übrigens 9783844248371.

Die ersten drei Jahre Eurokrise als E-Book

Es ist geschafft. Mein erstes E-Book ist veröffentlicht und man kann es ab sofort bei epubli erwerben. Titel: „Die ersten drei Jahre Eurokrise – Gespiegelt durch 89 Blogbeiträge„. In Kürze wird es auch bei Amazon und Apple erhältlich sein. Und das ist das Titelblatt: Titel und Untertitel sagen schon fast alles über den Inhalt. Die meisten Einträge aus dem Wirtschaftswurm zur Eurokrise findet ihr in dem E-Book wieder. Da stellt sich natürlich die Frage: Warum sollte man ein Buch lesen, dessen einzelne Teile man auch im Internet finden kann? Nun, zumindest im Falle meines E-Books habe ich sechs Gründe gefunden: Alle meine wichtigen Artikel zum Thema sind in diesem E-Book zusammengefasst. Ein paar nicht mehr aktuelle Artikel habe ich dagegen weggelassen. So erleichtert dieses E-Book, das Wesentliche zu finden. Die Artikel sind im Gegensatz zum Blog thematisch in zwölf Kapitel geordnet. Somit lassen sich besser Zusammenhänge erkennen und Entwicklungen nachverfolgen. Die Ein- und Überleitungen zu den einzelnen Artikeln habe ich neu geschrieben. Auch damit hoffe ich, die Zusammenhänge und Entwicklungen besser darzustellen. Man erkennt die …

Der Bericht der Troika: Griechenland nach 2 1/2 Jahren Reformen und Rettungen

„Die Griechen haben geliefert.“ So wird Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker diese Woche in allen einschlägigen Medien zitiert. Nun seien die internationalen Geldgeber am Zuge. Auf den Griechenland-Bericht der Troika kann Juncker seine Aussage aber kaum stützen. Im Folgenden ein Überblick über die kritischen Passagen des Berichts. Doch eines vorweg: Der vollständige Troika-Bericht wurde bislang noch nicht im Netz veröffentlicht. Lediglich der Entwurf ist durchgesickert und auf den stütze ich mich. Ob die großen Presseredaktionen mehr vorliegen haben oder ihre Berichte auch nur auf dem Entwurf fußen, wird nicht ganz klar. Anscheinend verfolgt Juncker die Strategie, zuerst mit seinen eigenen  Interpretationen für positive Stimmung zu sorgen, die unangenehmen Fakten aber später zu veröffentlichen, wenn die Medienaufmerksamkeit wieder abgezogen ist. Zu den Daten und Fakten: Die griechische Wirtschaft liefert nach wie vor nicht und wird dies auch in den nächsten beiden Jahren voraussichtlich nicht tun. Wirtschaftswachstum ist für die Troika frühestens 2015 in Sicht. 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 Wachstum des griechischen BIPs -0,2% -3,3% -3,5% -6,9% -6,0% -4,0% 0,0% Damit wird Griechenland 6 Jahre lang …

Heute: „Ökonomen live“ zur Frage „Soll Deutschland in der Eurozone bleiben?“

Heute Abend um 20 Uhr beginnt der Livestream. Ich werde hier im Artikel das Youtube-Video einbetten, sobald der genaue Link feststeht. Das wird etwa gegen 19 Uhr 30 sein. Da ist es: Vor dem eigentlichen Beginn des Livestreams erscheint aber nur ein Hinweis „Der Livestream beginnt in wenigen Momenten“. Gegebenenfalls muss man dann die Seite neu laden, um den Livestream mitzubekommen. Ich hoffe, dass technisch alles klappt. Olaf Storbeck, Dirk Elsner und ich werden die Frage des Abends über das Videokonferenztool Hangout von Google-Plus diskutieren. Wer mitdiskutieren will, kann dies über Twitter tun. Bitte das Kennzeichen #Ökonomenlive dabei nicht vergessen! Tweets ohne den Hinweis #Ökonomenlive werden wir nicht finden können. Mitglieder von Google-Plus können unter dem Eintrag des „Events“ ebenfalls mitdiskutieren. Wer möchte, den laden wir dann auch in die Videokonferenz ein. Ich verweise dazu auf die Hinweise von Dirk Elsner: „Außerdem sollten die an einer direkten Teilnahme Interessierten vorher ihre Technik prüfen. Wenn die Übertragung durch Geräusche gestört werden, schalten wir den Ton ab oder werfen den Teilnehmer raus. Bitte habt Verständnis, wenn wir …

Ist Austeritätspolitik für die Euro-Peripherieländer sinnvoll?

Ist Austeritätspolitik aktuell für die Euro-Peripherieländer (speziell Griechenland, Portugal und Spanien) sinnvoll? Im Rahmen der Blogparade des Wirtschafts-philosophen möchte ich mich mit dieser Frage befassen. Zynismus inklusive. Mit Austerität bzw. Austeritätspolitik bezeichnen Volkswirte eine staatliche Sparpolitik. (Für Genaueres kann man die Wikipedia zu Rate ziehen.) Als Folge solcher Sparpolitik herrschen in Spanien und Griechenland 25% Arbeitslosigkeit. Eine junge Generation lebt dort ohne wirtschaftliche Perspektive und begehrt auf. Ganz offensichtlich hat Austerität hier versagt. Doch mit dem in fünf Jahren Krisen herangereiften Zynismus kann man Austerität trotzdem sinnvoll und gut finden. Zur Begründung finde ich die Unterscheidung zwischen konjunkturellen und strukturellen Problemen hilfreich, wie sie auch der Wirtschaftsphilosoph trifft. Griechenland, Portugal und Spanien haben strukturelle Probleme. Ihre Wirtschaft ist nicht leistungsfähig genug, ist nicht wettbewerbsfähig in der Eurozone. Solange diese Länder in der Eurozone verbleiben, wird sich daran auch bestenfalls vorübergehend etwas ändern. Der Teufelskreislauf aus mangelnder Wettbewerbsfähigkeit und Abwanderung gut ausgebildeter Arbeitskräfte kommt ja gerade erst in Gange; er wird auch in Zukunft bei jedem Anzeichen wirtschaftlicher Schwäche wieder aufleben. Machen wir uns also nichts …