Alle Artikel in: Wirtschaftswurm-Blog

Hauptquartier des IWF angeschnitten

IWF-Prognosen: Eine unerwartete Anwendung für das Gesetz der Schwerkraft

Seit Isaac Newton wissen wir, dass das Gesetz der Schwerkraft für Äpfel gilt, die vom Baum fallen, für Steine, die wir hochwerfen, und selbst für Himmelskörper. Andere Anwendungsgebiete der Schwerkraft wurden jedoch erstaunlicherweise bis heute übersehen. So findet man weder in physikalischen noch in volkswirtschaftlichen Lehrbüchern einen Satz darüber, dass auch die Wachstumsprognosen des Internationalen Währungsfonds IWF der Schwerkraft unterliegen. Denn alle drei Monate, wenn der IWF seine Vorhersagen aktualisiert, sacken die Zahlen nach unten.

Weihnachtliche Statusmeldung

Ich wünsche allen Lesern, Fans und Gegnern des Wirtschaftswurms ein frohes Weihnachtsfest bei guter Gesundheit. Leider hat mir in den letzten 10 Tagen die gute Gesundheit gefehlt. Anstatt für den Wirtschaftswurm Beiträge zu schreiben, musste ich mich von Ärzten malträtieren lassen. Pünktlich zu Weihnachten sieht es allerdings wieder besser aus und vielleicht gibt es darum noch vor Silvester eine Zugabe hier im Wirtschaftswurm. Immerhin ist die Welt nicht stehen geblieben. Ich sage nur: Rubelkrise.

Wer profitiert von der lockeren Geldpolitik? Die Reichen oder die Armen?

Eine interessante Frage und eine wichtige Frage. Leider wurde sie noch zu wenig erforscht und wir haben keine sichere Antwort. Das kann man zumindest in Johannes Pennekamps Beitrag für den Fazit-Blog nachlesen. Nicht ganz unwichtig: Wenn die Geldpolitik tatsächlich große Verteilungswirkungen hätte (zu wessen Lasten auch immer), dann würde sie massiv allgemeinpolitische Probleme aufwerfen und dann könnte man sie nicht allein einer unabhängigen Zentralbank überlassen.

Gebäude der Schweizerischen Nationalbank in Zürich

Zur Schweizer Goldinitiative

Am 30. November stimmen die Schweizer über die Goldinitiative ab. Damit muss das Schweizer Volk eine Frage beurteilen, die wirtschaftswissenschaftliche Detailkenntnisse voraussetzt. Ich hoffe, die Schweizer folgen der überwältigenden Mehrheit der Ökonomen, die ein Nein zur Goldinitiative empfehlen.

Rüdiger Bachmann – Ein deutscher Professor in den Vereinigten Staaten im Interview

FAZ-Redakteur Gerald Braunberger ist schon ziemlich in die Tiefe gegangen bei seinem Interview mit Rüdiger Bachmann. Bachmann singt ein Loblied auf die jungen empirisch arbeitenden Makroökonomen, Andererseits muss er aber auch mehrmals eingestehen, dass diese empirischen Arbeiten bisher nicht zu eindeutigen Ergebnissen und Handlungsempfehlungen geführt haben. “Deutsche und amerikanische Ökonomen leben nicht in getrennten Welten”