Alle Artikel in: Wirtschaftswurm-Blog

Martin-Hellwig

Des Bankers neue Kleider – von Anat Admati und Martin Hellwig

Die Verhandlungsführer von SPD und Union haben anscheinend das kürzlich erschienene Buch Martin Hellwigs und Anat Admatis nicht gelesen. Die zentrale Forderung des Direktors des Max-Planck-Instituts in Bonn und der Standford-Professorin blieb zumindest im Koalitionsvertrag gänzlich unberücksichtigt. Im Buch „Des Bankers neue Kleider“ fordern die beiden, dass sich Banken sehr viel mehr als heute, nämlich zu 20-30 Prozent, durch Eigenkapital finanzieren.

Ein neuer Befürworter eines pragmatischen Mindestlohns

Hier im Blog hatte ich bereits 2011 eine pragmatische Lösung für den Mindestlohn vorgeschlagen: Man fängt mit einem niedrigen Mindestlohn an und erhöht dann regelmäßig, wenn Untersuchungen ergeben, dass der Mindestlohn keine nennenswerte Zahl Arbeitsplätze gekostet hat. Karl Brenke, Mitarbeiter des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, befürwortet jetzt gegenüber tagesschau.de dieses Modell. Dabei macht er auch klar, wie problematisch die Durchsetzung eines Mindestlohns in der Praxis ist: Wie sich der Mindestlohn umgehen lässt

„7. Ökonomen live“ um 20 Uhr zum Thema: Lässt sich die Bankenkrise beenden?

Heute Abend ist es so weit. Ab 20 Uhr kann man das inzwischen 7. „Ökonomen live“ anschauen. Live oder (sobald das Video verarbeitet ist) auch als Aufzeichnung. Wir sind in der selben Besetzung wie beim letzten Mal, also Eric Bonse aus Brüssel, Dirk Elsner vom Blog Blicklog und ich. In dem Vorwort zu seinem Buch „Des Bankers neue Kleider“ beklagt Martin Hellwig ja den Mangel an Sachkenntnis in der Diskussion über Banken. Vielleicht kann unser „Ökonomen live“ ja daran etwas ändern (sowohl bei Diskussionsteilnehmern als auch Zuschauern natürlich). Wie immer kann man über Twitter mit dem Hashtag #Ökonomenlive mitdiskutieren.

Nächsten Dienstag: Ökonomen live zur Frage „Lässt sich die Bankenkrise beenden?“

Am nächsten Dienstag, 19.11.,  findet das nächste „Ökonomen live“ ab 20 Uhr statt. Ihr könnt es auf dem Youtube-Kanal von „Ökonomen live“ verfolgen, ich werde das Video aber auch hier im Blog einbetten. Erst gestern kam die Meldung, dass Spanien wohl keine weiteren Gelder aus dem ESM für seine Banken braucht. Fachleute wie Martin Hellwig („Des Bankers neue Kleider„) sehen dagegen die Bankenkrise noch lange nicht beendet. Die EU wiederum werkelt weiter an ihrer Bankenunion. Stoff genug also für Dirk Elsner vom Blicklog, Eric Bonse von LostinEU und mich, über Banken, Banker und Bankenpolitik zu diskutieren.

Unter den Linden Richtung Brandenburger Tor

Die Exportüberschüsse sind tatsächlich schädlich – vor allem für Deutschland selbst

Die EU-Kommission will also nun überprüfen, ob Deutschlands Exportüberschüsse wirtschaftlich schädlich sind. Da wird jetzt eine Horde von Bürokraten in Brüssel mit Fragen beschäftigt, die auch jeder Wirtschaftsblogger beantworten kann und viele Wirtschaftsblogger bereits beantwortet haben. Als konstruktiv mitdenkender Europäer will ich aber den Brüsseler Mitarbeitern die Arbeit weiter vereinfachen und auch ein paar Absätze schreiben, die sie dann für ihren Bericht kopieren dürfen.

BIP BIP Hurra!

Für meine gestrigen Langfristcharts zum 10-Jahres-Wirtschaftswachstum gab es Lob vom ehemaligen Chefredakteur des Handelsblattes: Spanien ist schneller gewachsen als Deutschland (10-Jahres-Vergleich): Klasse Langfrist-Chart von @Wirtschaftswurm — Bernd Ziesemer (@BerndZiesemer) November 11, 2013 Wie relevant BIP-Zahlen tatsächlich sind, darüber kann man natürlich trefflich streiten. So kritisiert Dieter Schnaas in seiner WiWo-Kolumne das Konzept Bruttoinlandsprodukt: BIP BIP Hurra!

Wirtschaftswachstum mal langfristig (2002-2012)

Mittlerweile ist es Tradition hier im Blog, dass ich alljährlich im Herbst langfristige Datenreihen zum BIP analysiere. Damit will ich einen bewussten Gegenpol zur sonstigen Wirtschaftspresse setzen. Dort ist ja jede Quartalszahl und jede kurzfristige Schwankung Anlass für ausufernde und größtenteils irrelevante Spekulationen. Betrachten wir stattdessen das 10-Jahres-Wachstum für die 25 größten Wirtschaftsmächt der Welt, also die Veränderung ihres realen BIPs 2012 gegenüber 2002, und vergleichen. Achtung! Dieser Artikel ist veraltet. Es gibt einen aktualisierten und erweiterten Artikel: Wirtschaftswachstum und Lebensstandard langfristig gesehen (2004-2014)

Glanz und Elend der Ökonomie

Im Blicklog beschäftigt sich Heinz Thielmann mit Glanz und Elend der Ökonomie. Vier Ursachen für das schlechte Bild, das Ökonomen zur Zeit liefern, macht Thielmann aus: der mangelnde Austausch mit anderen Wissenschaftsrichtungen und der Wirtschaftspraxis; die einseitige Ausrichtung des Wissenschaftsbetriebes auf amerikanische Spitzenuniversitäten; die unnötige Zerstrittenheit der Ökonomen in wirtschaftspolitischen Fragen; die verzerrte mediale Aufmerksamkeit für ökonomische Aussagen.

Occupy World Street

Occupy World Street: Esoterik statt Ökonomik?

Ist ja schon etwas länger her, als bei irgendeiner Fernsehtalkshow so eine süße Occupy-Aktivistin auftrat, direkt aus dem Zeltlager herausgeholt, und mir Zuschauer mitteilte, wir müssten mal miteinander reden. Über was genau, das wurde mir nicht klar. Als ich dann die Werbung für Ross Jacksons Buch „Occupy World Street“ sah, dachte ich mir, vielleicht kann es mir dieser ältere, gesetzte Herr besser erklären.