Alle Artikel in: Wirtschaftswurm-Blog

Russische Flagge

Russland verstehen

Wieso ist Putinversteher eigentlich ein Schimpfwort? Ansonsten wird doch bei jeder Gelegenheit gerne betont, wie wichtig interkulturelle Kompetenz heutzutage ist. Nur in Bezug auf Russland, da ist interkulturelle Kompetenz plötzlich ein Makel? Machen wir uns besser daran, Russland zu verstehen.

Die zehn meistgelesenen Artikel im ersten Quartal

Eine Rangliste zum Nachlesen: Wirtschaftswachstum mal langfristig Krimkrise: Die meisten EU-Staaten haben viel zu verlieren Die Exportüberschüsse sind tatsächlich schädlich – vor allem für Deutschland selbst Wirtschaftswachstum: Mal eine interessante Prognose statt einer alten Wachstumsrate Russland – stark oder schwach? Die neue Diskussion über eine Vermögensabgabe OMT und Verfassungsgericht: Weichenstellungen für die Europäische Zentralbank Die Eurokrise ist tatsächlich beendet – zumindest vorerst Russland und die Ukraine: ökonomische Hintergrunddaten zum aktuellen Konflikt Heiner Flassbeck und Bernd Lucke: Eurodiskussion mittels Youtube und Blog

Parthenon Ausschnitt

Das Kreuz mit der griechischen Wettbewerbsfähigkeit

Vorgezogene Jubelmeldungen darüber, dass Griechenland möglicherweise/ unter Umständen/ vielleicht wieder Gelder von den Kapitalmärkten bekommen wird. Davor schon freudige Nachrichten darüber, dass Griechenland endlich einen Leistungsbilanzüberschuss aufweist. Da könnte man den Eindruck bekommen, dass das Problem der mangelnden griechischen Wettbewerbsfähigkeit gelöst ist. Dem ist leider nicht so.

Linktipp: Rückkehr aus der Unterwelt

Auch Handelsblatt-Autor Jörg Hackhausen ist noch skeptisch, ob Griechenland dieses Jahr tatsächlich wieder an die Kapitalmärkte zurück kann. Fett unterstreichen muss man aber die Sätze, in denen er beschreibt, dass „weitere Entlastungen beim Schuldendienst“ eine Voraussetzung dafür sind, dass Griechenland wieder Geld von Privaten bekommt. Man kann’s auch so sehen: Griechenlands Rückkehr aus der Unterwelt soll hauptsächlich den nächsten Schuldenschnitt für die EU-Partner versüßen.

EZB-Neubau bei Nacht

Nullzinsen sind auch in der aktuellen Phase nicht alternativlos

Die Leser des Blogs „Herdentrieb“ der „Zeit“ haben in der letzten Woche von Dieter Wermuth gehört, dass Niedrigzinsen gefährlich sind. Das wird sie etwas verwirrt haben, denn wer regelmäßig den „Herdentrieb“ liest, muss eigentlich zu der Ansicht gekommen sein, dass Nullzinsen bei hoher Inflation das Paradies auf Erden bringen. Gut, dass Dieter Wermuth nun die Sache mal richtig stellt. Doch fälschlicherweise bezeichnet er Nullzinsen in der aktuellen Phase trotzdem als alternativlos.

Faule Kredite bedrohen Banken

Die Leistungsbilanzen der südeuropäischen Staaten mögen sich gebessert haben, in den Bankbilanzen der Südeuropa schlummert aber noch so manche Gefahr: Steuerzahlern droht abermalige Haftung für Banken Allerdings muss man zum FAZ-Artikel anmerken, dass nicht nur ein Blick auf die Aktivseite der Bilanz genügt, also auf die faulen Kredite, man muss auch schauen, wie viel Banken-Eigenkapital dem auf der Passivseite entgegensteht.

Russische Flagge

Russland – stark oder schwach?

Manchmal werden deutsche Journalisten Opfer ihrer eigenen Propaganda. So kursieren über die russische Wirtschaft einige verzerrte Vorstellungen. Da stellt Marcus Theune, der aus sicherer Entfernung, nämlich aus London berichtet, ein wirtschaftliches Chaos in Russland fest. Und aus Berlin meldet Nikolaus Blome: Russland „ist zurückgeworfen auf den Stand eines Schwellen- oder Entwicklungslandes.“