Wirtschaftswurm-Blog

Mäuse in Bonn und Näherinnen in Bangladesch – der Zusammenhang

In Günther Jauchs letzter Talkshow gab es einen Einspieler zu einem interessanten Verhaltensexperiment des Bonner Ökonomen Armin Falk. Im Übrigen hatte letzte Woche schon die Zeit über dieses Experiment berichtet, dessen Ergebnisse in Science veröffentlicht worden waren. Märkte ruinieren moralische Standards, so das Untersuchungsergebnis. Aber ist das durch Falks Experiment wirklich erwiesen?

Ein Teil der studentischen Teilnehmer am Experiment wurde vor die Wahl gestellt. Entweder sie erhielten 10 €, dann wurde allerdings eine überzählige Labormaus getötet, oder sie verzichteten auf das Geld, dann wurde die Maus von den Experimentatoren gekauft und artgerecht gehalten, so dass sie voraussichtlich noch zwei Jahre lebt. 45,9% der Teilnehmer entschieden sich für das Geld und damit für den Tod der Maus.

trinkende, schwarze Labormaus

Hierum geht es: Labormaus

Ein anderer Teil der Teilnehmer wurde einer Marktsituation ausgesetzt. Es gab jeweils einen „Verkäufer“, dem die Sorge um das Leben einer Maus anvertraut wurde, und einen Käufer, der 20 € zur Verfügung hatte. Wurden sich die beiden über die Verteilung des Geldes einig, bekam jeder den ausgehandelten Anteil und das Leben der Maus war besiegelt. Ohne Einigung verfiel dagegen die Summe und die Maus blieb am Leben. In 72,2% der Fälle kam es zu einer Einigung auf Kosten der Maus.

In weiteren Experimenten wurde ein Auktionsmarkt mit 16 Teilnehmern, neun Verkäufern und sieben Käufern, simuliert. Auch hier wurde eine Maus getötet, wenn ein Käufer und ein Verkäufer zusammenfanden und es wurden 20 € entsprechend ihrer Vereinbarung auf die beiden verteilt. Unter diesen Bedingungen opferten letztlich 75,9% der Verkäufer ihre Maus.

Unter „Marktbedingungen“ wurde also sehr viel häufiger der Tod einer Maus in Kauf genommen als bei individuellen Entscheidungen. Armin Falk schließt daraus, dass Märkte moralische Standards untergraben. Und er erklärt so, dass wir Kleidung aus Bangladesch kaufen, obwohl wir die Arbeitsbedingungen, unter denen sie hergestellt wurden, kritisieren.

Bereits Blogger Theophil fragte sich auf „Deliberation Daily“, ob man der Schlussfolgerung „Märkte sind böse“ folgen kann. Steigen wir in die Diskussion ein.

Armin Falk erklärt das Ergebnis des Experiments durch vier Ursachen:

  1. Märkte erzeugen ein Gefühl geteilter Verantwortung und mindern damit Schuldgefühle.
  2. Über Märkte werden Informationen über angemessenes Verhalten vermittelt. Im Experiment wurde die Einstellung vermittelt, Verhandlungen über das Leben einer Maus seien in Ordnung.
  3. Märkte bewegen den Fokus hin zu materialistischen Aspekten.
  4. Speziell im multilateralen Auktionsmarkt entsteht das Gefühl, dass das eigene Verhalten gar nicht entscheidend sei. Z.B. könnte sich ein Käufer auch mit einem anderen Verkäufer einig werden, wenn man selbst seine Maus nicht verkaufte. Dann würde trotzdem eine Maus getötet.

Zumindest die ersten beiden Gründe treffen aber auch auf andere kollektive Entscheidungssituationen zu. Darum lässt sich aus dem Experiment zunächst nur schließen, dass man nach Möglichkeit individuelle Verantwortlichkeiten festlegt. In einer arbeitsteiligen Welt hat das aber seine Grenzen.

Interessant wäre es einmal , in einem weiteren Verhaltensexperiment den mulitlateralen Auktionsmarkt mit anderen kollektiven Entscheidungsmechanismus zu vergleichen, vor allem mit parlamentarischen Entscheidungen. Im Vergleichsexperiment würden die Teilnehmer also gebeten, über die Tötung der Mäuse zu debattieren und schließlich darüber abzustimmen. Gibt es eine Mehrheit gegen die Mäuse, bekommt jeder 10 €.

Welche Quote käme wohl dabei heraus?

15 Kommentare

  1. Was ist denn das für ne Aussage „Märkte sind Böse“? Wer sagt den sowas?

    Was soll dieser Post bewirken? Ich will das mal so deuten, dass Du ein irgendwie geartetes schlechtes Gewissen hast und meinst „die Märkte“ verteidigen zu müssen.

    Niemand behauptet, dass marktörmige Verteilung in sich entartet oder unmoralisch wäre. Selbst Linke (die Partei) kritsieren nicht Marktwirtschaft im Allgemeinen, sondern ihre Entartung, die eigentlich nichts mit (freiem) Markt zu tun hat aber alles mit Ausbeutung und Bereicherung.

    Um zu dem Thema Bangladesh zurückzukommen, da liegt das Problem darin, dass es sich hier nicht um einen Markt handelt. In einem Markt hätte man gleichberechtigte Marktteilnehmer. Hier geht es um eine Ausbeutung durch politische und wirtschaftliche Machtunterschiede. Unternehmen nutzen die situation in einer Unterdrückten Gesellschaft aus um sich dort an in ihrem Land verbotenen Arbeitsumständen zu bereichern.

    Wir haben eine Verfassung die bestimmte Grundechte schützt. Wenn wir diese Verfassung ernst nehmen würden, dürften wir keine Waren importieren, die unter Umständen hergestellt wurden, die unserer Verfassung widersprechen. Tun wir das nicht, ist diese Verfassung das Papier nicht wert auf dem Sie geschrieben steht.

    Wer Geld auf Kosten der Unversehrtheit und Würde anderer Menschen verdient ist ein nach unserer Verfassung ein Verbrecher, wer Mäuse umbringt nicht. Das hat mit Gut oder Böse nichts zu tun, sondern ist unsere geltende Rechtsordnung. Ich persönlich hätte gerne, dass wir unsere Verfassung ernst nehmen.

    Das Problem scheint mir die selektive Wahrnehmung mancher zu sein, die das Versagen des „Marktes“, also der Globalisierung und der Ausbeutung, ausblenden (wie Erderwärmung, Menschenrechtsverletzungen, Kriege usw).

    Man nent dieses Verhalten kognitive Dissonanz. Wenn die Realität der eigenen Überzeugung nicht entspricht muss wohl die Realität falsch sein.

    Die Realität ist aber, dass 13 Jährige Mädchen sterben weil sie uns unsere Klamotten herstellen, dass im Sudan Genozid betrieben wird weil wir abhägig vom Erdöl sind, dass sich einige Wenige gewissenlos auf Kosten anderer bereichern und gewillt sind dafür unsere Lebensgrundlagen zu opfern.

    Aber wenn ich mich dagegen ausspreche geht es mir nicht um Gut und Böse, sondern um Demokratie und Gemeinwohl und eine Lebenswerte Zukunft für spätere Generationen.

  2. Ein Markt hat in etwa die Eigenschaft, dass es die Dinge zu den Leuten bringt, die sie haben wollen. Der Hungrige bekommt Brot und der Machthungrige bekommt Macht. Natürlich, wenn sie denn handelbar ist und sie ist es im Kapitalismus: Macht über Land, Macht über Arbeitskraft (Unternehmen), Macht über Schuldenliquidation (Geld), Macht über Wissen und Kultur (IP) etc. Aus irgendeinem Grund denkt man, man könnte einfach alles im Markt kaufen und verkaufen. Aber nicht alle Ziele können auf diese Weise gleichzeitig realisiert werden. Irgendwann kann der Hungrige kein Brot erhalten, weil der Machthungrige seine Macht erhalten hat.

    Weil das so ist, lernen wir im Zusammenhang mit Marktaktivitäten, dass man unbedingt sein Pfrunde um jeden Preis zusammenhalten muss, auch wenn dieser Preis die Überschreitung moralischer Überzeugungen ist. Bei solchen Exerimenten offenbaren die Probanden ja nur das, was sie vorher gelernt haben. Möglicherweise gibt es andere Arten von Märkten, die die Kooperation fördern und Macht an Zweck binden, sodass sie nicht gehandelt werden kann. Dann fallen solche Experiment auch bestimmt anders aus.

  3. Wirtschaftswurm sagt

    @AlienObserver,

    „Wenn wir diese Verfassung ernst nehmen würden, dürften wir keine Waren importieren, die unter Umständen hergestellt wurden, die unserer Verfassung widersprechen.“ – Die Verfassung hat einen Geltungsbereich und dieser Geltungsbereich ist das deutsche Staatsgebiet. Kleidung aus Bangladesch zu importieren, ist nicht illegal. Insofern ergeben sich Parallelen zu den Labormäusen.

    Ob der Arbeitsmarkt in Bangladesch frei ist, kann ich nicht beurteilen. Wenn ich jedoch die Ergebnisse des Mausexperiments ernst nehme, dann ist das schlechteste, was wir tun können, Mitverantwortung für die Verhältnisse in Bangladesch zu übernehmen und damit ein neues Regime geteilter Verantwortung einzuführen. Das würde die Institutionen in Bangladesch langfristig schwächen. Wenn es in Bangladesch Ungerechtigkeiten gibt, müssen sich die Bangladescher selbst wehren. Wir können und sollten nur Hilfe zur Selbsthilfe geben.

  4. PotzBlitzDonner sagt

    Ich verstehe gar nicht warum die Bangladescher überhaupt unser Land damit unterstützen das sie so günstige Wahren für uns produzieren. Dadurch haben wir dann wieder mehr Geld übrig um uns Autos zu kaufen mit denen wir dann andere Tod fahren. Hätten wir nicht so viele Autos und würden überwiegen Zug fahren könnten wir 3000 bis 4000 Menschenleben jedes Jahr retten. Aber weil wir nun mal so schwach sind und solchen Blechkutschen nicht wiederstehen können müssen wir uns halt unserem Schiksal fügen. Die Bangladescher haben aber auch echt kein Gewissen…

  5. Wirtschaftswurm sagt

    Interessant, Alien Observer, dass du einem neuen Kolonialismus das Wort redest.

  6. @Wirtschaftswurm:
    „Interessant, Alien Observer, dass du einem neuen Kolonialismus das Wort redest.“

    Was ist denn das nun schon wieder?
    Da gehört schon viel böswillige Fantasie dazu mr das zu unterstellen.
    Hab ich gesagt wir müssten in Bangladesh einmarschieren und unsere Verfassung dort verankern?

    Ich sage nur, dass wir entscheiden könnten Güter nur ann auf unserem Markt zuzulassen wenn sie den Werten unserer verfasung entsprechen.

    Das was Neoliberale verfechter der Globalisierung anstreben ist Sklaverei. Den Mäuseversuch hört sich nach einer pseudowissenschaftlichen Legitimation der Sklaverei an.
    Ich frage mich da wer dem Neokolonialismus das wort redet. Mir scheint, dass du auf meine Argumente nur mit einer entrüsteten defensivhaltung und seltsamen Unterstellungen reagieren willst. Möglicherweise hängt das mit der angesprochenen Kogntiven dissonanz zusammen.

    Ein Feind neoliberaler Ideen, des Wachstums und der Globalisierung darf keine Argumente auf seiner seite haben, würde das doch das Weltbild der Ökonomie zu sehr in Frage stellen.

    Falls doch interesse an Weiterbildung besteht, ann ich aber diesen Vortrag zum Thema Globalisierung von Jürgen Habermas aus dem Jahr 1998 empfehlen.
    http://library.fes.de/pdf-files/akademie/online/50332.pdf

  7. Stoertebeker sagt

    Lieber Wirtschaftswurm,

    erstmal meinen Respekt, dass Sie für die wütenden Kommentatoren überhaupt noch Worte finden. Ich finde es immer extrem anstrengend, mich mit so wüsten und unreflektierten Behauptungen wie denen des Alienobservers überhaupt auseinanderzusetzen.

    Mir ist noch ein Aspakt in den Sinn gekommen, der die Ergebnisse der Studie in einem anderen Licht erscheinen lässt: denn im Grunde ist die erste Situation ja ebenfalls eine Marktsituation. Und zwar eine, wie sie für die meisten Menschen alltägliche Normalität ist, während die Wechselwirkung von Angebot, Nachfrage und Preis in den wenigsten Situationen unmittelbar spürbar ist (weshalb sie vermutlich auch so schwer verständlich ist). Zu Verhandlungssituationen wie im Experiment kommt es nur in einem Bruchteil der Alltagsgeschäfte.
    Und natürlich haben Sie damit Recht, zu hinterfragen, inwieweit andere als freiheitliche Organisation von Austausch zu moralisch besseren Ergebnissen führen würden. Das halte ich nämlich auch für fragwürdig.

  8. Häschen sagt

    Ich hoffe es kam keine Maus wirklich zu Schaden. Ich kann jetzt mal kein Argument für die Boshaftigkeit von Teilnehmern als Individuum und Teilnehmern in Märkten ablesen. Kein Lebewesen ist überzählig. Sonst berufen wir auf die Guidestones und treten den Autoren mal kräftig in den Hintern, aber inbesondere fest jenen die das Experiment haben veranstaltet.

    Was sich aber bestätigt, ist die Aussage anderenorts, dass in unserem Wirtschaftssystem es schier unmöglich ist, dass 2 Parteien zu Gunsten von Dritten eine Win/Win Situation ohne Verzicht herbeiführen. Ich schränke ein wollen. Davon mal abgesehen, dass keiner den ich kenne auch die Absicht hätte dies zu tun:) So ist das Leben.

    Ich hab auch kein Problem damit, dass andere für die Zinsen meiner Anleihen müssen arbeiten. Was man aber tun kann ist dafür Sorge zu tragen, dass der Ertrag in regionalere Strukturen fließt.

    Es macht, in dem Punkt denke ich trifft der Wirtschaftswurm den Nagel auf den Kopf, einen maßgeblichen Unterschied, ob man Handel mit den Nachbarn treibt und versucht Rohstoffe im bescheidenem Maße zu importieren. Es soll niemanden an etwas mangeln und schon gar nicht jenen die die Leistung erbringen und das Produkt herstellen. Was gefragt ist ist ein Interessensausgleich … der Interessenausgleich kann aber nicht zwischen 2 zugunsten eines 3ten geschehen – sprich dem Arbeitnehmer in Bangladesh.

    Der Löwe in der ‚Wüste’/Steppe der verzehrt auch einen Kadaver, aber lässt sich nicht von der Hauskatze in Mitteleuropa eine Maus zum Dessert schicken oder eben aus Asien zum Billigtarif einen Container nach dem anderen, da sich die Jagd nicht mehr lohnt. Der Löwe verkaufte dann die Mäuse an die versammelte Tierschaft bei der Tränke auf Kredit und gemeinsam wird dann ein größeres Wild erlegt. Die Katze in Mitteleuropa hat mit der Gazelle auch nicht viel angefangen. Wenn sich dann nichts mehr lohnt, dann schickt die Löwenmutter die Kindern zum Jagen in den Bayrischen Wald und die Katze bekommt zum begleichen der Schuld das erlegte Reh. Es hört sich seltsam an, aber das treibt die Menschheit.

    Autarkie kostet und auch Autonomie.

  9. Wirtschaftswurm sagt

    @Stoertebeker,
    ja, die Versuchssituation gibt die Situation im Laden nicht wirklich wieder, aber vielleicht kann man sie auf den Handel zwischen dem Fabrikanten in Bangladesch und dem Einkäufer einer Handelskette ganz gut übertragen.

  10. Guenni7 sagt

    Die ganze Diskussion um Bangladesh ist eine Scheindiskussion von Gelehrten, die noch niemals die Gegebenheiten vor Ort in Bangladesh gesehen haben. Dann schliessen sich wie immer die Moralprediger a la AlienBeobachter an.

    Wer wüsste,
    – wieviel Kaufkraft die Näherinnen durch ihr Einkommen haben
    – was die alternativen Arbeitsplätze für diese wären
    – wieviel Einkommen der Fabrikbesitzer generiert
    würde eine solche Diskussion gar nicht erst anfangen.

    Es ist keine Ausbeutung, wenn deutsche Firmen im Ausland Waren herstellen lassen, wenn dort ortsübliche Löhne gezahlt werden und ortsübliche Standards eingehalten werden. Wenn die Standards nicht eingehalten werden haben die Behörden in dem jeweiligen Land versagt. Das müssen diese Länder selber lösen.

  11. @Stoertebeker , @Guenni7
    „wüsten und unreflektierten Behauptungen“ / „Dann schliessen sich wie immer die Moralprediger a la AlienBeobachter an.“

    Um was geht es euch denn? Ich habe in einem vorherigen Post eindeutig Stellung bezogen, ich habe dazu noch keine Gegenposition lesen können.

    Dabei habe ich mich auf die Arbeit einer Enquete Kommission unseres Bundestages gestützt. Ich frage mich da was daran „Moralpredigen“ oder „unreflektiert“ ist.

    Dagegen wurde bisher tatsächlich ausschliesslich mit Polemik reagiert.
    Ich stehe zu der Aussage, dass der Mäuseversuch keinerlei Relevanz zu der Situation in Bangladesch hat. Diese ist eine Folge der Globalisierung und nicht etwa einer Marktsituation wie sie in dem Mäuseversuch (angeblich) silmuliert werden soll.

    Anscheinend sieht kein Kommentator ausser mir irgendein Problem mit der Globalisierung bzw es nehmen alle hier den Tod von Arbeitskräften in anderen Ländern gerne in Kauf um unseren billigen Konsum zu sichern. Ist das so?

  12. Guenni7 sagt

    @Alienobserver:
    Moralpredigen ist z.B. das hier:
    „Hier geht es um eine Ausbeutung durch politische und wirtschaftliche Machtunterschiede. Unternehmen nutzen die situation in einer Unterdrückten Gesellschaft aus um sich dort an in ihrem Land verbotenen Arbeitsumständen zu bereichern. “ (Alienobserver)

    Und mein Beitrag war nicht polemisch sondern hat die richtigen Fragen gestellt. Ich habe allerdings nicht den Eindruck, daß Sie sich diese Fragen einmal ernsthaft gestellt haben.

    Dafür predigen Sie nun indirekt weiter:
    „Anscheinend sieht kein Kommentator ausser mir irgendein Problem mit der Globalisierung bzw es nehmen alle hier den Tod von Arbeitskräften in anderen Ländern gerne in Kauf um unseren billigen Konsum zu sichern. Ist das so?“ (Alienobserver)

    Die „Globalisierung“ hat den Arbeitslohn der Näherinnen in den letzten 10 Jahrern verfünfzehnfacht. Auch die Standards im Baugewerbe sind gestiegen, und zwar WEIL dort (durch die Globalisierung) Geld verdient wurde. Ohne Den Handel wäre die Situation dort noch viel schlechter.

    Zu ihrer Frage eine Gegenfrage: Wäre es wirklich besser für die Näherinnen wenn Sie während der Produktion für das eigene Land gestorben wären???? Verstehen Sie den Denkfehler, der in ihrer Frage liegt?

  13. @Guenni7
    Vielleicht ist es ihnen Entgangen, aber genau diese Argumentation ist die die ich in meinem ersten Kommentar im vorherigen Post angegriffen habe.

    Ausserdem verkehren Sie Ursache und Wirkung. Die Globalisierung bewirkt die Ausbeutung, danach bewirken der öffentliche Druck auf die Industrie und das entstehen von Arbeitnehmervertretung die Verbesserung der Löhne und Arbeitsbedingungen.

    Was sie dem Markt als Erfolg zuschreiben ist genau das was ich hier tue, Problem und Auswirkung der Globalisierung aufzeigen und die Verantwortlichen anklagen.

    Nur durch „Moralprediger“ wie mich und andere die dieses thema in der Öffentlichkeit ansprechen entsteht eine Kontrolle der aus dem Ruder gelaufenen Ausbeutung.

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