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CFD DayTrading für Einsteiger

Von Matthias Bachmann für maennerwelt.info

Der CFD Handel und das damit eng verbunden (Intra-)DayTrading sind für Einsteiger keine ungefährlichen Angelegenheiten. Immerhin kann man hier durch Unachtsamkeit sogar mehr als sein eingesetztes Kapital verlieren. Im Fachjargon spricht man davon, dass beim CFD Trading eine sogenannte „Nachschusspflicht“ besteht. Damit der Einstieg aber dennoch hoffentlich unbeschadet vonstattengehen kann, erhaltet ihr hier ein paar Tipps, um beliebte Anfängerfehler zu vermeiden.

  1. Erfahrung sammeln

Den größten Fehler, den man als Einsteiger in den CFD Handel begehen kann, ist wohl einfach mit dem Handel mit echtem Geld zu beginnen, ohne dass man zuvor Erfahrungen mit der Funktionsweise eines CFD Brokers gemacht hat.

Damit man allerdings auch ohne Risiko Erfahrung sammeln kann, sollte man Gebrauch von einem CFD Demokonto machen! Doch Vorsicht: nicht alle Demokonten sind auch wirklich authentisch. Vor allem sollte man bei seiner Wahl darauf achten, dass dieses tatsächlich auf Dauer kostenlos ist, es die echten Live-Börsenkurse verwendet und auch die Gebühren des Brokers (Spreads und eventuell andere) berücksichtigt. Nur so herrschen reale Bedingungen und man kann wirklich erste Erfahrungen bezüglich Funktionsweise eines Online Brokers und CFD Handel an sich sammeln.

Wer jetzt nach einem guten DayTrading-Demokonto suchen möchte, der erhält hier die passenden Informationen: Day Trading Demokonto. Demokonten sind nicht nur für Einsteiger unverzichtbar, sondern auch ein wichtiges Werkzeug für Profis, um neue oder alternative Strategien vor ihrem Einsatz ausgiebig zu testen!

  1. Overnight/Weekend-Gap vermeiden

Der Overnight- bzw. Weekend-Gap tritt auf, wenn eine Position über die Börsenzeit hinaus offen bleibt, wie das z.B. über Nacht (Overnight) oder über das Wochenende (Weekend) der Fall sein kann. Der „Gap“ beschreibt dabei den zum Teil massiven Kursunterschied zwischen Börsenschluss und Börsenöffnung. Auch wenn man einen Verluststopp (oder auch Gewinnstopp) gesetzt hat und dieser bei Öffnung der Börse erreicht bzw. übertroffen wurde, wird die Order zu jenem Kurs ausgeführt, die der Wert bei Börsenöffnung innehat. Dies kann natürlich zu besonders erheblichen Verlusten führen, wenn über das Wochenende ein für die Weltwirtschaft bedeutendes Ereignis stattgefunden hat.

Deswegen gilt beim CFD Trading (für Einsteiger): niemals Positionen über die Börsenöffnungszeiten hinaus offen lassen. Das Risiko nicht nur alles zu verlieren was man als Kapital zu Verfügung hatte, sondern sogar noch mehr, ist hier beim Einsatz großer Hebel einfach zu hoch.

  1. „Garantierter Stopp“ nutzen

Die erwähnte Nachschusspflicht kann aber nicht nur zur Geltung kommen, wenn man von einem etwaigen Overnight-Gap betroffen ist, sondern auch bei Trades während der Öffnungszeiten der Börse. So kann es passieren, dass der Kurs sehr rasch, entgegen der eröffneten Position, sinkt oder fällt. Wenn dies passiert, dann ist es möglich, dass die automatische Order bei Erreichen des gesetzten Verlust-Stopps nicht ausgeführt werden kann. In diesem Fall wird die Position erst weit unter dem Limit geschlossen. Je nachdem wie stark die Kursbewegung ist, kann man auch hier alles und noch mehr verlieren. Bei der Abkopplung des Schweizer Franken vom Euro ist dies manchem passiert. In kurzer Zeit stürzte der Euro gegenüber dem Franken um fast 30% ab und vielen Hobbytradern, die mit großen Hebeln gearbeitet hatten, blieb nichts anderes übrig als danach Privatinsolvenz anzumelden.

Deswegen ist es wichtig sich mit der Option „garantierter Stopp“, die renommierte CFD Broker normalerweise anbieten, auseinanderzusetzen. Die Auswahl der Option kostet zwar beim Eröffnen einer Position jedes Mal eine kleine Gebühr, schützt aber vor solchen Katastrophen.

Abschließender Tipp

Auch wenn es sich so anhört, als ob im CFD Trading hinter jedem kleinen Trade der finanzielle Ruin stehen könnte, sollte man jetzt nicht überreagieren. Ereignisse die extreme Auswirkungen auf einen Kurs haben sind selten und in wirtschaftlich turbulenten Zeiten sollte man einfach gewisse Werte dann auch nicht handeln.

Dies soll auch der abschließende Tipp sein: Gibt es Nachrichten, wie z.B. anstehende Entscheidungen, die Auswirkungen auf die von einem gerne gehandelten Werte haben, dann sollte man auch einmal ein paar Tage auf das Trading verzichten, bis wieder Ruhe eingekehrt ist.

Geh nicht ohne Gruß, empfiehl bitte den Beitrag weiter!

2 Kommentare

  1. Pingback: Artikel über Wirtschaft und Devisen 23. August | Pipsologie

  2. Schöne Einführung in das doch recht komplizierte Thema CFD Trading. Gut, dass auch auf die Gefahren hingewießen wird, denn diese sind bei derartigen Spekulationsgeschäften deutlich höher, als bei langfristigen Investitionen. Wie immer an der Börse, so sollte man auch hier nur Geld einsetzen, dessen Verlust man im Ernstfall auch komplett verschmerzen kann.

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