Wirtschaftswurm-Blog

Betriebswirtschaftslehre: Alles sprachlicher Unsinn?

Nachdem ich mich ja schon häufiger an Makroökonomen auslasse, könnte ich ja auch mal die Betriebswirte aufs Korn nehmen. Aber hier muss ich mich zum Glück nicht selbst exponieren, das hat der Blog ScienceFiles bereits übernommen:

Und ja, Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre und die häufig vergessene Hauswirtschaftslehre gehören trotz allem zusammen, um ein vollständiges Bild von der Wirtschaft zu erlangen.

4 Kommentare

  1. Man könnte so etwas ja in einem Pressetext durchgehen lassen. Hier geht es aber um Veröffentlichungen, die den Anspruch wissenschaftlicher Präzision haben.

  2. Häschen sagt

    In Österreich gibt es einen Sammelbefriff – ‚Hockn‘. Hacke. Tätigkeit und der Ort an dem diese ausgeführt wird kombiniert. Mir gefällt am besten die Planstellenbesetzung. Zumal man in der Planstelle als Teil der Aufbauorganisation nicht sitzen kann handelt es sich wahrlich um eine Art Erstürmung.

    Gesessen wird dann am Arbeitsplatz der Teil der Ablauforganisation ist (aus meiner Erfahrung zumindest, auch in diesem Punkt streiten sich die Geister). Wobei Ablauf in zunehmenden Maße sich über das Ablaufen der Zeit definiert, die eigentlich wieder zur Stelle gehört die. Die Anwesenheit hat eher mit dem Arbeitsvertrag zu tun und der Entlohnung. Das ist eindeutig Unternehmensebene.

    Die Stelle gehört zum Unternehmen und der Arbeitsplatz zum Betrieb. Durch die Definition des Betriebs durch die Erstellung von Produkten und Dienstleistungen (Güter) ausgerichtet nach den Erfordernissen im Markt kommt es oft zu einer Vermischung der Begrifflichkeiten.

    In Österreich heißt auch der Betrieb ‚Hockn‘ – Bude oder Budn wäre dann die Betriebsstätte (WERK). Früher ging man bei einer Werkstüre rein sein Leben. Dort hat man an seinem Arbeitsplatz die Planstelle besetzt. Daraus hat sich mit der Zeit der Besitz derselben abgeleitet im Sinne von Ersitzen im Bürgerlichen Recht.

    Wenn jemand sagt, ‚Heit gfreit mi d’Hockn nicht‘. Das bezieht sich auf die Tätigkeit.
    Sagt jemand, ‚Heit gfreit’s mi ned in d’Hockn‘. Das ist die Situation – man sitzt beim Frühstück vor dem ersten Kaffee und kann auch länger dauern. Das bezieht sich auf den Betrieb.
    ‚Heit gfreit’s mi ned in da Hockn‘. Das bezieht sich auf alle anfallenden Tätigkeiten und den Arbeitsplatz. Man ist aber schon am Arbeitsplatz.

    Hocken heißt auch hocken (wie sitzen). Damit hat man die Arbeit der Angestellten und Arbeiter auch noch in einem Begriff vereint. Man kann wenn man will das ‚o‘ auch als ‚a‘ betonen. Das wären aber eher jene die hocken im Sinne von sitzen. Deswegen ist es besser man einigt sich auch ‚o‘.

    Zurück zum Artikel. Es gibt die Ebene Zuständigkeit, Verantwortung die übernommen werden kann und damit die Arbeit die durchgeführt wird.

  3. Häschen sagt

    Eines möchte ich noch ergänzen. Das kann man ob seiner Wesentlichkeit nicht aussparen. Hockn (das ist eigentlich die exakte Schreibweise) – heißt auch noch Arbeitsvertrag oder Werkvertrag.

    Die Frage ‚Host a Hockn‘ heißt jetzt bezogen auf den unselbstständigen Erwerbstätigen. Bist du in einem Arbeitsvertrag. Damit ist gemeint, ob jemand im Rahmen des Ersitzens des Arbeitsplatzes auch durch den Beitritt zur kollektiven Tauschmitteleinsammelvereinbarung mittels Tausch von Gütern im Markt (Umsatz) zur Entgegennahme von Tauschmittel ist berechtigt am Monatsersten.

    Je älter der Arbeitnehmer ist, je länger im Betrieb desto eher empfindet er/sie die Aufforderung etwas zu tun als Besitzeruhestörung. Das geht bishin zum Eigentumsanspruch. Reden sie mir nicht in meine Arbeit rein ich mache diese schon so lange genug. Der Prozess des Ersitzens wird gleichgesetzt mit dem Tun. Man könnte bestenfalls die Planstelle ersitzen, aber nie den Arbeitsplatz. Da kommt wieder die Vermischung Unternehmen und Betrieb zum Vorschein. Das Bürgerliche Recht ist voll reflektiert in der Arbeitswelt.

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