Wirtschaftswurm-Blog

Die Tücken der Statistik: Das Simpson-Paradox

In allen Arbeitnehmergruppen sank der durchschnittliche Reallohn, doch der durchschnittliche Reallohn der Arbeitnehmer insgesamt stieg. Wie kann das sein?

Dieses Simpson-Paradox erklären Björn Christensen und Sören Christensen im Blog Wirtschaftliche Freiheit:

2 Kommentare

  1. PotzBlitzDonner (Stefan Rapp) sagt

    Ich hätte da eine weitere Kontradiktion:

    Die Reallöhne in Deutschland sind in den letzten 10 Jahren laut Bundesamt kaum gestiegen.
    Trotzdem müsste der Reallohn im Schnitt bei jedem einzelnen nicht unerheblich gestiegen sein.
    So, wie kommt dieser scheinbare Widerspruch ?

    Stichwort: Erwerbsbiographie!

    Jeder kennt das und im Grunde ist es jedem bewusst, am Anfang seiner Karriere verdient man in der Regel weit weniger als am Ende, auch Inflationsbereinigt.
    Dadurch das jedes Jahr der älteste Jahrgang in Rente geht und ein neuer Jahrgang mit niedrigen Gehalt in das Erwerbsleben eintritt, muss die Differenz durch eine mehr oder weniger durchschnittliche Steigerung aller Jahrgänge die im Erwerbsleben stehen natürlich so erhöht worden sein, damit diese in Summe den Reallöhnen des Vorjahres entspricht. Wenn als Beispiel die Gehälter Kaufkraftbereinigt um 50% in der Erwerbsbiographie steigen wäre bei 40 Jahren Erwerbsarbeit eine Reallohnsteigerung von circa 1% jedes Jahr gegeben.

    Interessant wäre mal wenn da jemand echte Zahlen dazu hätte…

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