Wirtschaftswurm-Blog

Auch Rentner zahlen für die Rentenreformen der Groko

Das rechnet Alfred Boss im INSM-Blog vor:

3 Kommentare

  1. Gerade weil es sich hier um einen Beitrag der INSM handelt hätte ich mir hier eine kritische Auseinandersetzung mit der Studie gewünscht. Ich werde keiner Studie der INSM weiter trauen als ich sie Spucken kann.

  2. Andreas sagt

    Die Erkenntnis, dass die Rentenreform auch von aktuellen Rentnern bezahlt wird, ist eigentlich trivial. So wie unser Rentensystem funktioniert, führt jedes Drehen an einer Stellschraube der Rentenversicherung zu Umverteilungswirkungen zwischen und innerhalb von Geburtsjahrgängen. Die Umverteilungswirkungen allein aus der Kostenperspektive zu betrachten, halte ich aber für falsch. Gesamtgesellschaftlich kostet die Rentenreform – mögliche Anreizwirkungen mal außer acht gelassen – nämlich überhaupt nichts, das Geld wandert nur von der einen in die andere Tasche. Genauso richtig wie die Aussage von Bosse, dass auch aktuelle Rentner von der Rentenreform belastet werden, wäre es zu schreiben, dass auch aktuelle Beitragszahler von der Rentenreform profitieren. Ich habe ältere Mütter im Kollegenkreis, die von der Mütterrente erheblich profitieren werden, auch unter Berücksichtigung geringerer Rentenanpassungen. Ob diese aber überhaupt geringer ausfallen werden, ist weitestgehend eine politische Frage, auch wenn die „Rentenformel“ Unbeeinflussbarkeit vorgaukelt. Die Rentenformel ist seit 1992 so oft verändert worden, dass sie kaum mehr als die ungefähre Windrichtung künftiger Rentenanpassungen zeigt. Prognosen, die ja neben einer konstanten Anpassungsformel auch noch bestimmte künftige Lohnsummensteigerungen vorhersagen müssen, kann man daher weitestgehend vergessen.

  3. INSM hin oder her, die Argumente sind schon stichhaltig. Hier mal übrigens ein ziemlich guter Vortrag von Prof. Börsch-Supan darüber, wer genau von den Rentenreformen profitiert und wer nicht:

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