Alle Artikel mit dem Schlagwort: homo oeconomicus

Hörsaal_am_RheinMoselCampus

Ist die Volkswirtschaft eine „menschenfeindliche Wissenschaft“?

Rund um die Tagung des Vereins für Socialpolitik gab es eine Debatte darum, ob die Volkswirtschaftslehre mehr Pluralismus braucht. Die pointierteste Kritik an den VWLern kommt dabei von Norbert Häring. Der Wirtschaftsjournalist des Handelsblatts spricht von einer „menschenfeindlichen Wissenschaft“. So ist die aktuelle Debatte polemischer als frühere um dasselbe Thema, aber ansonsten weder neu, noch bringt sie etwas Neues.

Hörsaal_am_RheinMoselCampus

Brauchen wir eine neue Volkswirtschaftslehre an den Universitäten? Zum Protestaufruf der Wirtschaftsstudenten

40 Vereinigungen von Wirtschaftsstudenten aus 19 verschiedenen Ländern wollen einen Kurswechsel. Ihnen stinkt, wie die Volkswirtschaftslehre an unseren Hochschulen vermittelt wird. In einem Aufruf kritisieren sie eine „besorgniserregende Einseitigkeit“ und „fehlende intellektuelle Vielfalt“. Und sie fordern mehr theoretischen und methodischen Pluralismus sowie mehr Interdisziplinarität.

Verstehen Ökonomen wirklich nichts von Wirtschaft?

Die Kritik des Wirtschaftswoche-Journalisten Dieter Schnaas an den Ökonomen ist entweder nicht neu oder falsch. Seit Beginn der Wirtschaftskrisen 2008 liest man ja regelmäßig Generalabrechnungen mit den Ökonomen. Und dieses Genre ist nach wie vor populär, das sieht man an den Twitterreaktionen auf den jüngsten Artikel dieser Sorte, „Ökonomen verstehen nichts von Wirtschaft“ von Dieter Schnaas. So ganz kann ich die Beliebtheit allerdings nicht verstehen, insbesondere bei Schnaas. Denn Schnaas Kritik an den Ökonomen ist entweder nicht neu oder falsch. Schnaas Aufhänger ist der Ökonomenaufruf von Krämer und Sinn, den er als „schrill und radikal“ bezeichnet. Die Schrillheit war allerdings nur zweckmäßig im Politikmedienbetrieb und was die Radikalität anbelangt: Gilt bereits „Keine Sozialisierung von Marktrisiken zulasten von Sparern!“ als radikal? – Legen wir einen solchen Maßstab an, können wir uns in Zukunft die Diskussion über verschiedene wirtschaftspolitische Alternativen sparen! Aber geschenkt, Schnaas widerspricht sich sowieso laufend selbst. Zwei Absätze weiter kritisiert er, die Ökonomen würden nur „das tagespolitisch Ersichtliche … professoral beglaubigen.“ Das hört sich jetzt gar nicht schrill und radikal an. Dann wieder bemerkt er …